Biographie zum 150. Geburtstag von Schriftsteller Ludwig Thoma

Alexander Dick

Von Alexander Dick

Sa, 21. Januar 2017

Literatur & Vorträge

Der weiß-blaue Stolz überwog. Über viele Jahrzehnte hinweg galt Ludwig Thoma den Bayern als literarisches Idol und Gewissen gleichermaßen. An den Schulen gehörte der Oberbayer mit oberpfälzischen Wurzeln zum Kanon, seine Theaterstücke wie „Die Lokalbahn“ (1902) oder „Moral“ (1909) dokumentierten als Unterrichtslektüre seine gesellschaftskritische, antiwilhelminische Haltung.

Das Etikett "ein echter Thoma" war ein literarisches Qualitätssiegel, das vieles bedeuten konnte: satirisch, antiklerikal, naturalistisch, lebensecht, wider alles Spießertum. Und krachledern.

Dieses Bild des am 21. Januar vor 150 Jahren in Oberammergau geborenen Sohn des königlichen Oberförsters Max Thoma und seiner bigott religiösen Ehefrau Katharina hat, so zutreffend es auf das Hauptwerk Ludwig Thomas ist, schon seit langem Risse erfahren. Es sind vor allem Thomas anonym verfasste antisemitische, rechtsnationale Kolumnen aus den Jahren 1920/21 im Miesbacher Anzeiger, die einen tiefen Schatten auf sein ...

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