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Interview

Der Soziologe Harald Welzer spricht in Lörrach über Bürgerprojekte

Der Soziologieprofessor Harald Welzer wird am Montag zu Gast sein beim Zukunftstag im Burghof. Im Interview spricht er über die Macht von öffentlichen Gärten und darüber, dass wir Beteiligung noch üben müssen.

  • Harald Welzer Foto: vhw

BZ: Es gibt in Städten zahlreiche Bürgerprojekte für Stadtentwicklung und gesellschaftliches Zusammenleben. Sie beklagen aber, dass diese von der Politik kaum wahrgenommen werden. Woran liegt das?
Welzer: In den überregionalen Medien und dementsprechend in der Politik gibt es kaum eine Wahrnehmung für das, was Menschen vor Ort machen, und was es für eine Fülle von neuen unternehmerischen Ansätzen gibt, die zukunftsweisend sind, von Genossenschaften oder Initiativen zum gemeinsamen Wohnen. Die bleiben wenig bekannt, weil die Leitmedien keine Aufmerksamkeit darauf haben, und weil die Politik sich wenig für die Sachen interessiert hat. Das hat sich in den letzten Jahren nur ein bisschen verändert.

BZ: Liegt das daran, dass solche Initiativen viel zu kleinteilig, zu lokal erscheinen?
Welzer: Ja. Es kommt immer sofort der Einwand, diese Initiativen seien ja ganz nett, brächten aber nichts, weil man sie nicht skalieren kann. Wert ist nur etwas, wenn man es gesamtwirtschaftlich übersetzen kann. Aber zum einen funktioniert Kapitalismus über Nischen. Es ist nicht so, dass alle Leute das gleiche Produkt, sondern sehr verschiedene Dinge kaufen. Insofern sind diese Nischen, in denen Veränderungsmöglichkeiten ...

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