Schulstandorte attraktiv machen

Daniel Gramespacher

Von Daniel Gramespacher

Mi, 22. Mai 2019

Lörrach

Landkreis investiert in Lörrach, Schopfheim und Rheinfelden.

LÖRRACH. Der Landkreis unternimmt weitere Schritte, um an den drei Standorten seiner beruflichen Schulen attraktive und zukunftsorientierte Angebote zu schaffen. Der Kreistag beschloss in seiner jüngsten Sitzung das Errichten einer Lackierkabine in Schopfheim und Instandsetzungen in Lörrach. Der Verwaltungsausschuss hatte eine Woche zuvor unter anderem weitere Arbeiten für die neuen Kfz-Werkstätten in Rheinfelden vergeben.

Der Bereich Holz der Gewerbeschule Schopfheim bekommt für 150 000 Euro eine neue Lackierkabine mit Trockenraum. Die Schule sei bald eine der am besten ausgestatteten in Südbaden, befand Artur Cremans (SPD). Margarete Kurfeß (Grüne) ballte aber die Faust in der Hosentasche wegen eines Führungsfehlers. Es hätte möglich sein müssen, mit einer Kabine – für den Bereich Farbe gibt es eine zweite – auszukommen.

Nachdem der Landkreis knapp 1,4 Millionen Euro Fördermittel bekommen hat, können die Dachsanierungen von Bau A der Gewerbeschule Lörrach (rund 650 000 Euro) sowie der Helen-Keller-Schule in Maulburg (rund 2,15 Millionen Euro) ausgeschrieben werden. Der Auftrag zur Sanierung der Geschossdecken im Hauptgebäude der Gewerbeschule Rheinfelden wird für gut 160 000 Euro vergeben. Der Auftrag für Metallbau, Verglasung und Sonnenschutz für die neuen Kfz-Werkstätten Rheinfelden beläuft sich auf knapp 414 000 Euro. Bemerkenswert: Nach 60 Prozent der Vergaben mit einem Gesamtvolumen von rund 6,5 Millionen Euro liegt man knapp 200 000 Euro unter den Kostenschätzungen.

Weitere Beschlüsse:
» Infobest Palmrain: Der Landkreis Lörrach fördert die grenzüberschreitende Bürgerberatungsstelle Infobest Palmrain weiterhin mit jährlich 50 000 Euro; das sind knapp 43 Prozent der Summe, die die deutsche Seite am Gesamtbudget von jährlich 344 400 Euro aufbringt.
Gesundheitsversorgung: Der Landkreis Lörrach beteiligt sich am Interreg-Projekt "Trinationaler Handlungsrahmen für die grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung am Oberrhein" mit 3000 Euro.
Bis Ende 2022 sollen gemeinsame Steuerungsinstrumente und Netzwerke entwickelt werden sowie konkrete Projekte in den Bereichen Zugang zu Behandlungen, Patientenmobilität, Mobilität von Gesundheitspersonal, Rettungsdienste, Epidemiologie, Gesundheitsförderung und Prävention.
» Schulkindergärten: Einem Antrag der SPD und einer Empfehlung des Umweltausschusses folgend werden die Höchstbetragsgrenzen in den Schülerbeförderungskosten für Kinder, die einen Schulkindergärten besuchen, aufgehoben. Die Einrichtungen seien Teil des Systems Sonderpädagogischer Bildungs- und Beratungszentren, hieß es.
Verkehrsleistungen: Die Leistungen auf den Buslinien 7304 und 7309 werden im bisherigen Umfang bis 2021, jene auf den Linien 7300 und 7310 bis 2021 weiterbestellt. Die aktuellen Fahrgastzahlen seien zwar verbesserungsfähig, was man sich über eine Verstetigung des Angebots erhofft, belegten aber Notwenigkeit und Attraktivität, hieß es im Kreistag.
Naturschutz: Mechthild Frederich wurde auf weitere fünf Jahre für den Bezirk Gemeindeverwaltungsverband Schönau und Todtnau zur ehrenamtlichen Naturschutzbeauftragten bestellt.Sie berät die Untere Naturschutzbehörde.
E-Government:
Der Landkreis will das Bauantragsverfahren beschleunigen. Über eine elektronische Austauschplattform soll es künftig möglich sein, Bauanträge digital einzureichen, so dass E-Government erstmals nach außen wirkt.