Deutscher Rotweinpreis

Das Weingut Franz Keller hat die beste Rotwein-Kollektion

Gerold Zink

Von Gerold Zink

Fr, 04. Oktober 2019 um 19:55 Uhr

Gastronomie

Kaiserstühler und Breisgauer Winzer haben beim Deutschen Rotweinpreis des Meininger Verlags hervorragend abgeschnitten. Die Auszeichnung für die beste Kollektion ging nach Oberbergen.

Beim Deutschen Rotweinpreis des Meininger Verlags hat das Oberbergener VDP-Weingut Franz Keller besonders gut abgeschnitten. Es wurde für die "Kollektion des Jahres 2019" ausgezeichnet. Aber auch andere Erzeuger aus der Region konnten mit ihren Weinen glänzen.

"Fritz Keller, der vergangene Woche einstimmig zum DFB-Präsidenten gewählt wurde, beweist mit seinem Sohn Friedrich eindrucksvoll, dass der Traditionsbetrieb zu den besten Weingütern in Deutschland zählt", heißt es in einer Mitteilung des Meininger Verlags. Keller erhielt für seine beiden Großen Gewächse aus den Lagen Bischoffinger Enselberg und Oberrotweiler Eichberg aus dem Jahr 2017 mit jeweils 93 Punkten die höchste Bewertung der Verkostung. 91 Punkte gab es zudem für einen gereiften Spätburgunder aus der Lage Eichberg aus dem Jahr 2013.

Jury verkostete 1200 Weine

Verkostungsleiter Christian Wolf lobte die Qualität der von den Betrieben in diesem Jahr angestellten Tropfen: "Der Jahrgang 2017 hält sein Versprechen, ein sehr guter Rotweinjahrgang zu sein. Die Spätburgunder aus den besten Einzellagen Deutschlands haben uns tief beeindruckt. Besonders gefallen haben uns auch die anderen ’heimischen’ Sorten wie Lemberger, Portugieser, Frühburgunder oder St. Laurent. Es gibt viele deutsche Winzer, die diesen Weinen zu neuem Glanz verhelfen."

Die knapp 50-köpfige Jury hatte an die 1200 Weine zu verkosten. 245 davon erhielten die Spitzenbewertung von 90 und mehr Punkten. Jeweils siebenmal wurden 93 beziehungsweise 92 Punkte vergeben. Die deutschen Rotweine wurden in die acht Kategorien Spätburgunder trocken, Lagen-Spätburgunder trocken, Lemberger trocken, internationale Rebsorten trocken, ’heimische’ Rebsorten trocken, Sortenvielfalt trocken, gereifte Rotweine trocken und feinfruchtige Rotweine eingeteilt. Die Besten der jeweiligen Sparte wurden zusätzlich mit den Plätzen 1 bis 3 ausgezeichnet. Vergleicht man die Anbaugebiete miteinander, so siegte die Pfalz mit 277 Prämierungen vor Württemberg (197) und Baden (147). Von den sieben mit 93 Punkten am besten bewerteten Tropfen der ganzen Veranstaltung kommen fünf aus Baden.

In der Kategorie Lagen-Spätburgunder belegte das Weingut Franz Keller die Plätze 1 und 3, Rang 2 ging an das Oberrotweiler Weingut Landerer. Auf dem dritten Rang landete auch das Malterdinger Weingut Huber. In der Kategorie gereifte Rotweine landete das Endinger Weingut Knab auf dem zweiten und das Oberbergener Weingut Keller auf dem dritten Platz.

Weine mit 90 oder mehr von 100 möglichen Punkten:
93 Punkte: 2017er Enselberg GG und 2017er Eichberg GG, Weingut Franz Keller, Oberbergen; 2017er Malterdinger Bienenberg GG und 2017er Hecklinger Schlossberg GG, Weingut Bernhard Huber, Malterdingen; 2017er Oberrotweiler Eichberg, Weingut Landerer, Oberrotweil;

91 Punkte: 2011er Endinger Engelsberg R und 2017er Amolterer Steinhalde R, Weingut Knab, Endingen; 2017er Alte Reben, Weingut Huber, Malterdingen; 2013er Oberrotweiler Eichberg Große Lage; Weingut Franz Keller, Oberbergen; 2016er Pinot Noir Reserve, Weingut Abril, Bischoffingen;

90 Punkte: 2016er Cabernet Sauvignon und 2016er Spätburgunder Spätlese, Sasbacher Winzerkeller; 2016er Vini Grande, Burkheimer Winzer; 2017er Spätburgunder trocken, Badischer Winzerkeller Breisach; 2017er Spätburgunder Edition, Weingut Rudolf Zimmerlin, Bötzingen; 2017er Ihringer Winklerberg, Alte Rebe, Weingut Gerhard Karle, Ihringen; 2018er Syrah Reserve und 2015er Winklerberg Pinot Noir Grande Reserve, Weingut Sonnenhof, Ihringen; 2016er Uringa Winklerberg Reserve, WG Ihringen; 2015 Regnum, WG Königschaffhausen-Kiechlinsbergen; 2017er Editon BL und Edition TT Bassgeige, WG Oberbergen; 2017er Sonnhalde, Weingut Mossmann, Buchholz.
Alle prämierten Rotweine sind abrufbar unter meininger.de