Gemeinderat

Mahlberg spendet für den Wiederaufbau nach dem Hochwasser in Altenburg

Irene Bär

Von Irene Bär

So, 22. August 2021 um 15:13 Uhr

Mahlberg

Schnell und unbürokratisch wird Mahlberg 5000 Euro spenden. Das Geld geht nach Altenburg in Rheinland-Pfalz, wo man mit den Hochwasser-Folgen zu kämpfen hat. Das hat der Gemeinderat beschlossen.

Dass Mahlberg mit einer kleinen Spende ein Zeichen der Solidarität für die Flutopfer und die Wiederinstandsetzung der Infrastruktur leisten will, hatte sich schon in einer früheren Sitzung abgezeichnet. Auf Anregung von Stadtrat Thomas Schwarz gab es am Donnerstag Zustimmung hierfür. Es ging um die Frage, ob sich Mahlberg an der gemeinsamen Aktion von Gemeindetag und Rotem Kreuz (Variante 1) beteiligt, die 5000 Euro direkt Altenburg in Rheinland-Pfalz (einem Ortsteil der Ortsgemeinde Altenahr) zukommen lässt (Variante 2) oder ob man einen Beschluss der Verwaltungsgemeinschaft Lahr-Ettenheim abwartet (Variante 3), die ebenfalls spenden wolle.

Nach kurzer Diskussion entschieden sich die Stadträte dafür, das Geld direkt Altenburg zukommen zu lassen. Dafür hatten sich Ulrike Kesselring und Rolf Baum ausgesprochen. Der Vorschlag von Ulrike Kesselring, die Spende Mahlbergs um 255 Euro aufzustocken, wurde bei Stimmengleichheit abgelehnt. Mit ihrem Vorschlag hatte sie sich auf einen Ortsteil von Bad Münstereifel namens Mahlberg mit 255 Einwohnern bezogen. Mahlberg liegt ein Stück weit von Altenburg weg und blieb unversehrt.

Mahlberger Firma hat vor Ort geholfen

Dass Mahlberg spendet, davon war Daniel Timm sehr angetan. Der Juniorchef von der Firma BMT Baggerbetriebe hatte sich mit seinen Eltern, elf eigenen Mitarbeitern sowie neun Mitarbeitern weiterer Firmen aus dem Ortenaukreis, Freudenstadt und Freiburg sowie umfangreichem Equipment auf ins Ahrtal gemacht, um dort bei den ersten Aufräumarbeiten zu helfen. Von Donnerstag, 22. Juli, bis Sonntag, 25. Juli, waren die Timms und die weiteren Helfer im Einsatz. Mit großen Baggern, die bis zu 30 Tonnen wiegen, hatten sie Trümmer beiseite geräumt sowie Autos und Wohnwagen sortiert. Sie waren in Altenburg tätig, weil sie dorthin zugeteilt waren, wie Juniorchef Timm auf telefonische Anfrage sagte. Das Ausmaß der Zerstörung bewegt ihn noch heute.

Ausmaß der Zerstörung beschäftigt Helfer noch heute

Warum er, die Familie und Mitarbeiter sich spontan zur Hilfe entschlossen haben? "Wir wären auch froh um Hilfe gewesen, wenn wir in derselben Lage wie die Menschen in den überfluteten Gebieten wären", sagt Daniel Timm. Zudem sei man in der Lage, bei den Aufräumarbeiten zu helfen, weil man das entsprechende Equipment habe. Wie sehr es an allem mangelte, haben die Timms gesehen – und weitere Hilfe geleistet. Als sie Juli Altenburg verließen, haben sie der Gemeinde um die 20 Frischwassertanks und ein Mannschaftszelt dagelassen. "Sie konnte es sehr gut gebrauchen."

Dass Mahlberg nun an die Gemeinde direkt spendet, findet Daniel Timm gut. Denn so könne man sich wirklich sicher sein, dass das Geld schnell verwendet wird. Seine Mutter steht in Kontakt mit einer Mitarbeiterin der Gemeinde, die in der Koordination von Hilfeverteilung tätig ist. Er geht davon aus, dass die Kontaktperson die Spende "dort verteilen wird, wo es nötig ist".