Ärger über Müll an der Rasinahütte

Rolf-Dieter Kanmacher

Von Rolf-Dieter Kanmacher

Fr, 17. Mai 2019

Malsburg-Marzell

Viel Gesprächsbedarf hatten Bürger bei der Fragerunde im Gemeinderat Malsburg-Marzell.

MALSBURG-MARZELL (kn). In der jüngsten öffentlichen Sitzung des Gemeinderats beklagte sich ein Bürger über die seiner Meinung nach unhaltbaren Zustände in und um die Rasinahütte. Der beliebte Aussichtspunkt mit Grillplatz werde von Besuchern zumeist "vermüllt" hinterlassen. Es müsse dringend eine Lösung für das Problem gefunden werden. Sogar der Abriss der Hütte wurde ins Gespräch gebracht. Ein Bürger sah in puncto Sauberhaltung auch die Reha-Kliniken in der Verantwortung, die bei der Erstellung der Hütte wesentlich mitgewirkt hätten.

Welche unerwarteten Wellen offensichtlich der Bau eines Weidezauns für eine Pferdekoppel schlagen kann – wie in diesem Fall in Malsburg geschehen – machte eine weitere Wortmeldung deutlich. Letztlich sei sogar ein Bauantrag für die Maßnahme erforderlich geworden, sagte der betroffene Nebenerwerbslandwirt, der sich auch enttäuscht über die seiner Empfindung nach mangelhafte Unterstützung als nicht mehr "privilegierter" Landwirt zeigte, betreibe die Familie doch seit Generationen einen landwirtschaftlichen Nebenerwerbsbetrieb.

Auch "nicht privilegierte" Nebenerwerbslandwirte wie die doch recht zahlreichen Pferdehalter in der Gemeinde trügen wesentlich mit zur Offenhaltung der Landschaft bei, war die übereinstimmende Meinung im Gemeinderat. Behörden sollten deren Tätigkeit unterstützen und nicht behindern. Die Gemeinde werde sich um eine sachgerechte Lösung bemühen, sagte dazu Bürgermeister Singer.

Mehrere Anfragen wurden am Sitzungsende von Gemeinderatsmitgliedern zum Stand der Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung und von Löschwasserreserven an die Verwaltung gerichtet. Bürgermeister Singer verwies dazu auf einen aktuellen Termin mit der Leitung der Reha-Kliniken: Ein von den Kliniken kaum oder wenig genutzter Hochbehälter soll nach Möglichkeit in das Netz der Gemeinde eingebunden werden. Löschwasserreserven sollen unter anderem durch die Reaktivierung eines Hochbehälters nach erfolgter Sanierung in Vogelbach erschlossen werden, auch soll der Vogelbacher Weiher im Herbst vom Schlamm befreit werden.