Mehr als nur schwimmen

Christiane Sahli

Von Christiane Sahli

Di, 18. Juni 2019

Schluchsee

Spaßbad Aqua Fun bietet auch außerhalb des Wassers einiges / Etwa 50 000 Besucher im Jahr.

SCHLUCHSEE. Die Badesaison ist fast überall eröffnet – seit dem 30. Mai öffnet das Freibad Aqua Fun seine Türen. Viel Badespaß mit verschiedenen Attraktionen erwartet die Gäste. Auf etwas müssen sie indes verzichten: Aufgrund gesetzlicher Vorschriften mussten das Ein-Meter-Sprungbrett auf dem Floß im See und der aufblasbare Riesenkrake entfernt werden.

Aqua Fun – zu Recht trägt das Schluchseer Freibad seinen Namen. Drei Becken, eines mit einer Länge von 33 Metern, ein Rundbecken und für die Kleinen ein Planschbecken mit Wasserpilz bieten Gelegenheit zum Badespaß. Sprudelkissen, Nackendusche und Massagedüsen laden zum Entspannen ein. Großer Beliebtheit bei Jung und Alt erfreut sich die 105 Meter lange Riesenrutsche mit ihren vielen Kurven. Ein direkter Zugang ermöglicht zudem das Schwimmen im See. Nicht weit vom Ufer entfernt, befinden sich ein größeres und ein kleineres Floß.

Auf das gewohnte Ein-Meter Sprungbrett und den bei Kindern und Jugendlichen beliebten aufblasbaren Riesenkraken mit einem Durchmesser von rund sechs Metern im See, müssen die Badegäste verzichten. Aufgrund gesetzlicher Vorschriften hätte, um dieses Angebot aufrecht erhalten zu können, ein weiterer Schwimmmeister eingestellt werden müssen, sagte Schwimmmeister Axel Isringhausen. Aber gerade da liegt das Problem, denn in ganz Deutschland herrscht ein Mangel an Schwimmmeistern, etliche Bäder hätten daher schon schließen müssen, so Isringhausen. Den Abbau von Sprungbrett und Riesenkrake hätten schon viele Badegäste bedauert, meint er.

Das Aqua Fun bietet aber auch über das Vergnügen im Wasser hinaus einiges. Auf dem Gelände mit der großen Liegewiese befindet sich ein Spielplatz mit Matschwiese für die Jüngsten und wer durch den Wassersport nicht ausgelastet ist, kann sich auf einem der Beachvolleyballfelder oder an der Tischtennisplatte weiter betätigen. Und ein großes Schachbrett lockt die Denksportler.

Isringhausen zeichnet in seiner dritten Saison für das Bad verantwortlich, unterstützt wird er dabei von Rettungsschwimmer Steven Hesse. Und bei schönem Wetter werden die beiden von einem Mitarbeiter einer Schwimmmeisterverleihfirma entlastet. An Wochenenden und Feiertagen sind zudem mehrere DLRG-Aktive aus Bonndorf vor Ort, die mit ihrem Boot auch auf den See ausrücken.

Aufgabe des Schwimmmeisters ist die Erhaltung der Verkehrssicherheit im Bad, die Überprüfung der Wasserqualität und er ist mit Helfern für die Sicherheit der Badegäste verantwortlich. Jeweils mindestens einer der Mitarbeiter behält die Becken, ein anderer den See im Auge. Man arbeite prophylaktisch, es gelte, das Verhalten der Badegäste zu beobachten und notfalls einzugreifen, erklärte Isringhausen. Schlechte Schwimmer gelte es im Auge zu behalten. Und am See sei viel Aufklärungsarbeit zu leisten. Eltern wird abgeraten, mit Kindern mit Schwimmflügeln in den See hinauszuschwimmen, weil trotz Schwimmflügeln viel passieren kann und die Rettung aus dem See schwierig, wenn nicht unmöglich sei, sagt Isringhausen. "Das Leben der Kleinen ist zu wichtig",meint er noch.

Welcher Beliebtheit sich das Spaßbad erfreut, belegen Zahlen: Etwa 50 000 Badegäste können jährlich begrüßt werden. An schönen Tagen sind es 2500 bis 3000. Diese verteilen sich auf die Becken und den See. Bei den meisten Badegästen handelt es sich um Touristen, es kommen aber auch Menschen aus Freiburg ins Schluchseer Bad, denen es in der Stadt zu heiß ist. Einheimische ziehen am Vormittag ihre Bahnen. Und dann bleibt meist Zeit für ein Schwätzchen, das Bad erfüllt so auch eine soziale Funktion, sagte Isringhausen.