Mehr Geburten und weniger Eheschließungen

Susann Duygu-D'Souza

Von Susann Duygu-D’Souza

Mi, 22. Januar 2020

Waldshut-Tiengen

Das Standesamt Waldshut Tiengen hat im vergangenen Jahr 8000 Urkunden ausgestellt / Erneute Zunahme bei Sterbefällen.

WALDSHUT-TIENGEN. Um knapp 50 Prozent gesunken ist die Zahl der Eheschließungen in Waldshut-Tiengen. Das geht aus der jährlichen Statistik des städtischen Standesamtes hervor. Verzeichnet sind dort unter anderem auch die Entwicklung der Geburten, Sterbefälle und Kirchenaustritte sowie die beliebtesten Vornamen.

2019 wurden im Klinikum Hochrhein 659 Babys auf die Welt gebracht – 20 mehr als im Vorjahr. 2017 waren es nur 584 Babys. Beim Standesamt Waldshut-Tiengen wurde 2019 ebenfalls ein Anstieg bei den beurkundeten Geburten um sieben auf 649 verzeichnet. Der Unterschied zwischen der Zahl des Krankenhauses und des Standesamtes kommt beispielsweise durch Neugeborene im Klinikum Hochrhein zustande, die Ende des Jahres zur Welt gekommen sind und für die noch keine Geburtsurkunde erstellt wurde. Standesbeamtin Claudia Genswein: "Diese Geburten rutschen bei uns dann in die Statistik des neuen Jahres."

Wie viele Frauen 2019 aus Deutschland ins schweizerische Asana-Krankenhaus in Leuggern zum Entbinden gegangen sind, dafür gibt es laut schweizerischem regionalem Zivilstandesamt noch keine Zahlen. Im Jahr 2018 waren es 293 Frauen aus dem süddeutschen Raum, insgesamt wurden im Leuggerner Krankenhaus 793 Baby geboren, informiert das Zivilstandesamt. Zum Vergleich: 2018 gab es am Waldshuter Krankenhaus 639 Geburten.

Von den in Waldshut-Tiengen 649 beurkundeten Geburten in 2019 lag der Anteil der Jungen bei 51 Prozent, 2018 waren es 53 Prozent. Die meisten Eltern waren verheiratet (66 Prozent). 71 Prozent der Mütter, die am Klinikum Hochrhein entbunden hatten, kamen nicht aus Waldshut-Tiengen, geht aus der Statistik des Standesamtes Waldshut-Tiengen hervor.

Emma, Mia und Sophia führen die Liste der beliebtesten Mädchennamen beim Standesamt Waldshut-Tiengen an. Bei den Jungen sind es David und Noah. Wie 2018 schaffte es Mia bei den Mädchen und David bei den Jungen wieder auf den ersten Platz. Weitere beliebte Mädchennamen waren 2019 Hannah, Amelie, Anna, Elena, Ella, Lara, Luisa, Mila und Sofia. Bei den Jungen waren es Anton, Elias, Maximilian, Benjamin, Jakob, Leo, Lio, Paul und Samuel.

Knapp 100 Paare haben sich 2019 in Waldshut-Tiengen standesamtlich das Ja-Wort gegeben, davon vier gleichgeschlechtliche. Über 80 Prozent der Paare entschieden sich für einen gemeinsamen Nachnamen. Zum Vergleich: 2018 heirateten 145 Paare, darunter wurden sechs gleichgeschlechtliche Ehen geschlossen. Geheiratet werden kann in der Stadt im Tiengener Sitzungssaal und in der Waldshuter Stadtscheuer, informiert Claudia Genswein.

In Waldshut-Tiengen sind im vergangenen Jahr 551 Menschen verstorben, das sind acht mehr als im Vorjahr. 63 Prozent der Personen wohnten außerhalb des Standesamtsbezirks. Schon 2018 hatte das Standesamt 543 Verstorbene registriert – 80 mehr als 2017. 196 Kirchenaustritte wurden im Jahr 2019 im Standesamt beurkundet, 31 mehr als im Vorjahr. Insgesamt hat das Standesamt Waldshut-Tiengen, das im Rathaus in Tiengen untergebracht ist, 8000 Urkunden aus dem Geburten-, Ehe- und Sterberegister ausgestellt.