Mehr Raum für die positiven Macher

Markus Boll

Von Markus Boll (Hartheim)

Do, 15. April 2021

Leserbriefe

Zu: "Wieler: 100 000 Fälle am Tag möglich", Beitrag von Thorsten Knuf, Christopher Ziedler, Jens Schmitz und dpa (Politik, 27. März)

Der Spruch "Wer nur einen Hammer als Werkzeug kennt, für den sieht jedes Problem nach Nagel aus" trifft leider auf die Entscheidungsträger beziehungsweise Meinungsmacher (Wieler, Lauterbach & Co.) des Corona-Managements allzu sehr zu. Die stupide Antwort "Lockdown" wird seit mehr als einem Jahr gepredigt. Am liebsten wäre es den Verantwortlichen wohl, wenn man die gesamte Bevölkerung für ein Jahr wegsperren würde. Ohne Rücksicht auf die dadurch mannigfach verursachten Leiden (Vereinsamung, sozialer Abstieg, massive Existenzängste) wird weiter nur der Hammer herausgeholt. Wann lässt man in der öffentlichen Berichterstattung mehr Raum für die Akteure, welche einen ganzen Werkzeugkoffer haben und mit diesem auch umgehen können? Diese Menschen, welche brauchbare Lösungsansätze haben, um differenzierte Maßnahmen auf den Weg zu bringen, werden stattdessen oft als Hasardeure verunglimpft. Sehr vielen Menschen wurde bis heute viel zu viel abverlangt. Hoffentlich gewinnen die positiven Macher (Palmer & Co.) endlich die Überhand. Markus Boll, Hartheim