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Frieren Frauen schneller als Männer?

Thomas Goebel

Von Thomas Goebel

Sa, 09. November 2019 um 16:01 Uhr

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Kaum weht ein Herbstwind, holen Frauen den dicken Pulli und Schal aus dem Schrank, während Männer noch im Jäckchen durchs Laub stapfen – ist das nur ein Geschlechterklischee?

Generell sei der menschliche Körper "sehr sensibel gegenüber Schwankungen der Körpertemperatur und versucht sie daher stabil zu halten", sagt Johannes Fechner, Facharzt für Allgemeinmedizin und stellvertretender Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg. Bei Kälte ziehen sich Blutgefäße zusammen, die Durchblutung der Extremitäten wird zurückgefahren und stärker auf das Körperzentrum konzentriert. Die Folge: Kalte Füße und Hände, Gänsehaut, wir frieren. Bei Frauen ist die Wärmeproduktion oft niedriger: "Sie weisen eine andere Körperzusammensetzung auf als Männer, haben weniger Körpergewicht und verfügen über weniger Muskelmasse", sagt Fechner. Auch sei ihre Haut dünner. Deshalb frieren Frauen wirklich schneller – im Schnitt. Individuell kann das anders aussehen: Da bibbert ein schmächtiger Mann auch mal früher als eine kräftige, durchtrainierte Frau.

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