GANZ NEBENBEI: Bambi fürs Elztal

Sylvia Sredniawa

Von Sylvia Sredniawa

Sa, 23. November 2019

Kolumnen (Sonstige)

Nicht nur das Wirken auf der Leinwand stand bei der Verleihung des Bambi in Baden-Baden am Donnerstagabend im Vordergrund, sondern auch vielerlei soziales Engagement. Ein Bambi ging dabei an die 72-Stunden-Aktion des Bundes der Katholischen Jugend. Insofern war also auch das Elz- und Simonswäldertal Preisträger: Von Anfang an sind die Katholischen Jungen Gemeinden, Ministranten, Pfadfinder und die Katholische Landjugend bei den alle drei Jahre stattfindenden 72-Stunden-Aktionen dabei und bekamen hier nun eine verdiente Würdigung. Allein dieses Jahr im Mai beteiligten sich im Elztal 13 Gruppen an der Aktion, bauten einen Wasserspielplatz und Schatzsucherweg, renovierten einen Grillplatz, werkelten an Insektenhotels und Hochbeeten und vielem mehr. Hut ab – ihnen und auch denen, die dabei als Helfer und Sponsoren zur Seite standen.

Das ist Spitze

Am kommenden Samstag, 30. November, ist Spitzenspielstimmung in der Fußball-Landesliga: Der Erste, SV Laufenburg, empfängt den Zweiten, die Sportfreunde Elzach-Yach. Da fährt sogar ein Fanbus vom Elztal an den Hochrhein (siehe BZ von gestern). Schon das Hinspiel war superspannend, Mario Imhof glich in der Nachspielzeit zum 3:3 aus – Anfang einer langen Serie ohne Niederlage für Elzach-Yach, die erst am vorigen Samstag zu Ende ging. Eine ganz ähnliche Konstellation in der Landesliga gab es übrigens vor 14 Jahren: Tabellenführer Elzach-Yach empfing am 14. November 2005 den Zweiten Laufenburg. Und große Gemeinsamkeiten zwischen diesen beiden gibt’s auch sonst noch: Elzach und Laufenburg sind beide alte, bekannte Fasnethochburgen. Beim Hinspiel in Elzach hatten Laufenburger Fans sogar Narrenfahnen dabei. Noch 1959 besuchten die Schuttig die Narronen bei einem Narrentreffen am Hochrhein. Im selben Winter ging Elzach auch noch zu den Hänsele nach Überlingen.

Über de Huffe...

Die aktuelle Standard-Antwort aller interviewten Fußballspieler lautet: "Hauptsache, ich konnte der Mannschaft helfen!" – egal, ob einer sechs Kopfballtreffer oder drei Eigentore in einem Spiel gemacht hat. Wie erfrischend, wenn man mal was Anderes hört. Wie vom SC Freiburg-Trainer Christian Streich, als er in der Nachspielzeit vom Mannschaftskapitän von Eintracht Frankfurt am Seitenaus grob gerammt wurde: "Er het mich eifach über de Huffe g’rennt", so Streich.

Im Elztal und im restlichen Alemannenland versteht man, was er meint. Und es ist ein Spruch, der zur Jahreszeit passt: Denn wenn Sie jetzt, in diesen besinnlich-turbulenten vorweihnachtlichen Einkaufswochen in Freiburg, Straßburg oder sonst irgendwo auf einem Weihnachtsmarkt zu Boden gehen sollten, können Sie zuhause ebenfalls erzählen: "Ha, sie hän mi halt eifach über de Huffe g’rennt."