Schöpflin-Areal in Brombach

MARKTGEFLÜSTER: Langes Warten auf den Start

Peter Gerigk

Von Peter Gerigk

Mi, 12. Juni 2019

Lörrach

Es war alles andere als ein Wahlversprechen, obwohl es sich eine ganze Wahlperiode beinahe so anfühlte: Am Vortag der Europa- und Kommunalwahl vor fünf Jahren hatte die Stiftung Schöpflin Pläne für die Bebauung des nach der Stifterfamilie benannten Areals in Brombach vorgestellt. "Brache wird zum Modellstadtteil" lautete die Überschrift in der BZ. Doch bald war die Luft wieder draußen. Der Spatenstich entfiel, die Baugenehmigung wurde eingemottet, die Pläne über den Haufen geworfen, der Prozess neu aufgerollt. Seit Mai 2017 werden im Projekt Fabric wieder Ideen gesammelt. Noch einmal zwei Jahre später – am Donnerstag vor der erneuten Wahl – präsentierte Projektleiter Christoph Schäfer im Plankiosk auf dem Gelände die "programmatische Skizze", die sich aus der Auswertung der rund 1600 Beiträge im groß angelegten Bürgerbeteiligungsprozess ergibt. Ein Platz, Wasser, öffentliche Räume, Werkstätten, Läden, Gastronomie, eine Probebühne stehen neben Wohnungen auf der Liste der sogenannten "Wunschproduktion". Immerhin: Die Halle ist bald fertig. Das Grundstück dafür hat die Stiftung der Stadt sogar kostenlos zur Verfügung gestellt. Was außerdem bis 2024 dort geschaffen sein wird, steht noch nicht fest. Diesmal entsteht jedoch wirklich etwas, bei der nächsten Wahl werden dort Wähler wohnen. Das ist ein wesentlicher Unterschied zwischen der Planung des Geländes und leeren Wahlversprechen.