Wa für en Winter

LUEGINSLAND: Still und starr ruht de Lift

Martin Wangler

Von Martin Wangler

Mo, 11. Januar 2021

Kolumnen (Sonstige)

Sitt viele Johr hänn mir an Wiihnachte widder mol en richtig scheene Schnee. Pünktlich am Heilig Obend, wo alle mit glänzende Auge unterm Chrischtbaum "Schneeflöckchen, Weißröckchen" gsunge hänn, hänn sie sich vors Fenschter gsetzt. Herrlich – Juhuu, beschti Schneeverhältnis zum Schifahre! Aber nai, uusgrechnet jetz sotte mir itt uff d Bretter?! Die dierschte Schiusrüschtunge mien im Keer un dä High-Tech-Pischtebulli mues in dä Garasch stau bliibe. "Still und starr ruht der Lift am Hang" un sogar d Schilehrer mien Abschtand halte. In sonere Krise däte au vubisseni Alpine uff d Langlaufschi umstiege, aber d Sportgschäfter hänn zue. Au d Burgermeischter mechte nimmi spure, well sie "Koschte iispare" wänn un Angscht hänn, vor eme "selbergmachte Hotspot". Selig, die däheim fuul uffem Sofa liege bliibe un im Fernseh denne Topathlete bim Weltcup-Skispringe in Neistadt zuegucke! Im menscheleere Schisprung-Stadion spürt mer en Hauch vu Einsamkeit un dezue naa kriegt mer koschteginschtig ä unvergesslichs Wintererlebnis ins Huus gliefert, denn: Die Ditsche springe widder ganz vorne mit!