Überraschung zu Halloween

MOMENT MAL: Bonbons gegen den Schreck

Stephanie Streif

Von Stephanie Streif

Mo, 28. Oktober 2019

Kolumnen (Sonstige)

Wissen Sie schon, was Sie an Halloween machen? Vielleicht haben Sie sich schon aus einem alten Leintuch ein Gespensterkostüm geschneidert und gehen auf eine Party, bei der selbstgebackene Hexenfinger und Spinnen-Muffins serviert werden ? Oder soll es in diesem Jahr der Zombie sein – mit viel Blut aus der Tube, Monsteraugenbrille und Hackebeilhaarreif? Schwierig, schwierig.

Vielleicht gehören Sie aber auch zu der Sorte Mensch, die nur merkt, dass Halloween ist, wenn es an der Haustür klingelt – und da plötzlich Frankenstein und Fledermaus in Klein stehen und Bonbons wollen. Und dann stehen Sie da – total überrumpelt, aber eben auch ohne Schokolade oder Gummibärchen, die sie den gierigen Monstern in ihre Pranken drücken könnten.

Ähnlich überrumpelt dürften sich die Kinder gefühlt haben, die vor einem Jahr "Süßes-sonst-gibt’s-Saures" rufend durch die Straßen zogen. Nichtsahnend stießen sie dabei auf ein Pappschild, auf dem in bunten Buchstaben stand, dass sie sich ihre Bonbons gerne oben im dritten Stock abholen könnten: "Einfach klingeln und vorbeikommen". Natürlich ließen sich die Kinder nicht zwei Mal bitten, klingelten, fuhren mit dem Aufzug bis in den Dritten, klingelten wieder – und staunten nicht schlecht, als da eine Horde ausgewachsener Vampire und Geister ihnen die Wohnungstüre öffnete. Uff. Auf den Schreck gab es immerhin viele Bonbons.