Kommentar

Die Politik verschleppt die Entscheidung über das Informationsverbot zu Schwangerschaftsabbrüchen – zu Lasten der Frauen

Katja Bauer

Von Katja Bauer

Mo, 10. Dezember 2018 um 22:02 Uhr

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BZ-Plus Aufklärung gehört zu den Berufspflichten eines Mediziners – trotzdem werden Ärzte kriminalisiert, die Frauen in der vielleicht schwierigsten Situation ihres Lebens informieren wollen. Zeit für eine sachliche Lösung.

Der Streit um Paragraf 219a, das Informationsverbot für Schwangerschaftsabbrüche, dreht sich nicht um Leben und Tod. Die Frage nach dem Abbruch einer ungewollten Schwangerschaft hat der Gesetzgeber im Paragrafen davor beantwortet. Daran würde sich nichts ändern, wenn man den 219a ersatzlos streichen würde. Die Politik aber verschleppt die Entscheidung – zum Schaden der Frauen.

In dem umstrittenen Passus geht es allein um das Verbot für Ärzte, darüber zu informieren, dass sie Schwangerschaftsabbrüche vornehmen. Nicht Werbung für die Abtreibung to go, nicht Plakatwände am Straßenrand sind das Thema – denn anpreisende Werbung ist Ärzten immer verboten. Es geht vielmehr um Informationen über einen medizinischen Eingriff. ...

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