Debatte

Pro und Contra: Friedensnobelpreis für Greta Thunberg?

Dietmar Ostermann und Stefan Hupka

Von Dietmar Ostermann & Stefan Hupka

Do, 10. Oktober 2019 um 09:20 Uhr

Ausland

BZ-Plus Die schwedische Klimaschutz-Aktivistin Greta Thunberg wird als Favoritin für den Friedensnobelpreis gehandelt. Ob ihr die Auszeichnung hilft? Dazu gehen in der BZ-Redaktion die Meinungen auseinander.

Pro: Ohne sie gäbe es keine Klimaschutzbewegung, die aber brauchen wir
Warum jetzt auch noch der Friedensnobelpreis? Greta Thunberg braucht die Auszeichnung gewiss nicht, Wirkung erzielt sie auch so, an Aufmerksamkeit mangelt es der jungen Schwedin nicht. Und ja, wer nicht zum Greta-Fanklub gehört, der kann sie für diesen renommiertesten aller Preise nicht ohne innere Zweifel empfehlen. Ihre Weltuntergangsrhetorik, ihre Kompromisslosigkeit, ihr anklagendes Moralisieren, der fast schon religiöse Erweckungsgestus – all das wirft Fragen auf, ob die Rolle als Galionsfigur einer überwiegend von Jugendlichen getragenen Klimabewegung, die Thunberg längst spielt, der Sache und ihr selbst auf lange Sicht wirklich guttut. Man könnte abwarten und ihr den Friedensnobelpreis später verleihen. Barack Obama hatte den Preis 2009 zu früh erhalten – für ...

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