Ausgrenzungen des Wettbewerbers

Peter Schwenkenberg (Bad Krozingen)

Von Peter Schwenkenberg (Bad Krozingen)

Mi, 04. Dezember 2019

Leserbriefe

Zu: "CDU-Parteitag stellt sich hinter Kramp-Karrenbauer", Beitrag von Jan Dörner und Norbert Wallet (Politik, 23. November)
Mit den auf dem CDU-Parteitag von den Rednern heraufbeschworenen "Querelles Allemands", die Deutschland in ihrer Geschichte viel Unglück einbrachten, ist eigentlich keine auf Ausgleich bedachte Politik zu machen. Fast alle Redner arbeiteten sich in oft gewundenen Redewendungen an der AfD ab, so als wollte man ihre Wähler ultimativ auffordern, lieber die CDU zu wählen. Was diese willkürlichen Ausgrenzungen des politischen Wettbewerbers auf Dauer mit unserer Demokratie machen, kann Ungutes bedeuten, wie es sich so oft in unserer Geschichte gezeigt hat.

Der CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak meinte, man lasse sich das Ansehen Helmut Kohls "von solchen Menschen" nicht in den Dreck ziehen. Helmut Kohl ist längst ein Gesamtdeutscher. Er war mit nicht wieder erreichtem Charme, mit Diplomatie- und Geschichtskenntnis ausgestattet. Es bleibt die Frage: Wo war eigentlich die CDU, als er gegen Ende seiner 18-jährigen erfolgreichen Tätigkeit für Deutschland vor demütigenden (Untersuchungs-)Gerichten erscheinen musste? Peter Schwenkenberg, Bad Krozingen