AKW Fessenheim

Der Rückbau ist ein vieljähriges Projekt

Eberhard Bueb (Breisach )

Von Eberhard Bueb (Breisach )

Mo, 02. März 2020

Leserbriefe

Zu: "Der Rückbau wird zur Mammutaufgabe", Beitrag von Bärbel Nückles (Politik, 13. Februar)

Die Notstromsysteme und die Brennelemente-Kühlsysteme des AKW Fessenheim sind gegen Einwirkungen wie Flugzeugabstürze, Erdbeben und Überschwemmungen nicht gesichert. Die Annahme, dass die abgebrannten Brennelemente innerhalb von drei Jahren nach La Hague überstellt werden können, ist zu bezweifeln. Damit ein Szenario, "bei dem Evakuierungsmaßnahmen nötig wären", nicht eintritt, sind erdbebensichere Nachrüstungen in den Grundwassersystemen, in der Auslegung der Notstromsysteme und ein Neubau für die sichere Lagerung der abgebrannten Brennelemente nötig. Der Rückbauprozess ist ein vieljähriges Projekt von unzähligen Einzelschritten. Jeder birgt Gefahren für die Umwelt. Für jeden Einzelschritt ist eine Umweltverträglichkeitsprüfung und Öffentlichkeitsbeteiligung zu fordern. Über die EU-Richtlinie 2011/92/EU hat die Bundesrepublik Deutschland die Möglichkeit, sich am Verfahren in Fessenheim zu beteiligen.

Eberhard Bueb, Breisach