Grüne

Die Beschlüsse klingen nach Populismus

Helmut Schlitter

Von Helmut Schlitter (Lahr)

Mo, 02. Dezember 2019

Leserbriefe

Zu: "Unter der grünen Sonne", Beitrag von Thorsten Knuf (Die Dritte Seite, 18. November)

Der Parteitag der Grünen stimmte bewusst gegen die Schuldenbremse der Bundesländer. Die ist jedoch im Grundgesetz verankert. Der derzeitige Höhenflug der Partei lässt sie wohl der Meinung sein, dass sie über dem Grundgesetz steht.

Auf den Verbrennungsmotor haben sich die Grünen schon länger eingeschossen. Neue Motoren mit dieser Technik sollen ab 2030 verboten werden. Also kann die Forschung nach synthetischen, klimafreundlichen, effektiven Treibstoffen wohl eingestellt oder den Japanern und Chinesen überlassen werden. Beim Antrieb mit Wasserstoff im Verbrennungsmotor entsteht als "Abgas" nur Wasserdampf. Die Grünen legen sich damit einseitig vorschnell auf den Elektroantrieb fest. Bekanntermaßen brauchen E-Mobile viel Strom. Wo soll so viel Ökostrom herkommen? Grünenanhänger demonstrieren aus ökologischen Gründen gegen Windräder, gegen neue Stromtrassen, die Ökostrom von Nord nach Süd bringen. Baugenehmigungen für Windräder und neue Stromtrassen sind auf einem Tiefstand.

Liebe Grüne, verbietet ruhig auch den Kohleabbau ab 2030. Die Franzosen helfen dann gerne mit Atom- und die Polen mit Kohlestrom aus alten Kraftwerken aus, damit wir "umweltfreundlich" mit dem E-Auto fahren können. Die Beschlüsse klingen sehr nach Populismus. Liebe Delegierte, statt Verbote und Dirigismus einfach mal ein schlüssiges, durchgängiges, ökologisch sinnvolles Konzept erstellen! Helmut Schlitter, Lahr