Mieten

Die Mietpreisbremse war ein Fehlschlag

Peter Behnen

Von Peter Behnen (Breitnau)

Sa, 22. Juni 2019

Leserbriefe

Zu: "Eher schädlich", Tagesspiegel von Bernhard Walker (Politik, 15. Juni)

Walker und die Kanzlerin sind sich einig. Ein Mietstopp ist schädlich, eine Lösung des Mietwahnsinns kommt nur durch die Förderung von Neubauten. Klar sollte sein, dass die Mietpreisbremse ein Fehlschlag war. Der Grund liegt darin, dass der Mietpreisspiegel nur die neuen Mietverhältnisse spiegelt. Wenn alle Mietverhältnisse gespiegelt würden, würde das zu einer leichten Entlastung der Mieter führen. Auch das Wohngeld hilft nicht weiter, weil nur 1,2 Prozent der Haushalte in den Großstädten darauf ein Anrecht haben. Bei den Neubauten waren nur ein Bruchteil der Wohnungen bezahlbar.

Neubaupolitik, die sozial gestaltet ist, ist eine mittelfristige Lösung, auf die die Mieter aktuell nicht warten können. Erforderlich wäre einen Mietpreisbremse, die bremst, eine Deckelung von Mieten, die kurzfristig wirkt, eine Vermögenssteuer, die den Bundesländern neue Mittel zum sozialen Wohnungsbau eröffnet und eine Bekämpfung der Immobilienspekulation. Peter Behnen, Breitnau