Steuerfahndung

Die Prioritäten falsch gesetzt

Michael Thoma

Von Michael Thoma (Denzlingen)

Mi, 12. Februar 2020

Leserbriefe

Zu: "Steuerfahnder durchsuchen Gaulands Wohnung", Agenturbeitrag (Politik, 31. Januar)
Ich finde es befremdlich, dass es der Badischen Zeitung wert ist, mit einem Bild des Herrn Gauland (AfD) einen Artikel über ein vermeintliches Vergehen bei Meldevorschriften zu garnieren. Der daraus resultierende Steuerschaden soll vierstellig sein, also maximal 9999 Euro betragen. Dafür sind die Aufhebung der Immunität und ein Großeinsatz der Steuerfahndung notwendig. Respekt an unsere Behörden!

Interessanterweise verzichten Sie aber auf Bilder der raffgierigen Politiker Karin Strenz (CDU) und Eduard Lintner (CSU), denen unterstellt wird, von der autoritär regierten Kaukasusrepublik Aserbaidschan Bestechungsgelder in Höhe von 20 000 Euro im Falle Strenz und vier Millionen Euro im Falle Lintner erhalten zu haben. Die dafür erbrachte Gegenleistung ist grotesk und in meinen Augen hoch unanständig. Ich bin weder AfD-Wähler noch ein Befürworter des Herrn Gauland. Aber die Prioritäten des Artikels werden weder durch die Überschrift noch durch die Bildgestaltung richtig dargestellt. Michael Thoma, Denzlingen