Hochschulen

Eine gute Finanzierung ist obligatorisch

Renate Geiger

Von Renate Geiger (Waldkirch)

Di, 10. September 2019

Leserbriefe

Zu: "Hochschulen schlagen Alarm" und "Guter Rat, ziemlich teuer", Beiträge von Jens Schmitz (Politik, 28. August)

Als in höchstem Maße beunruhigend bezeichnet der Vorsitzende der Rektorenkonferenz der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAWen), Bastian Kaiser (Hochschule Rottenburg), die Situation bei den aktuellen Verhandlungen zum Hochschulfinanzierungsvertrag in Baden-Württemberg. Dieser lasse "nicht den politischen Willen erkennen, Hochschulen in ihren Aufgaben zu unterstützen". Baden-Württemberg rühmt sich gern als ein Land, dessen Ressource helle Köpfe sind. Umso dringender ist demnach die verlässliche Grundfinanzierung für Universitäten und HAWen, als entscheidende Aufgabe der Politik. Insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass immer mehr junge Menschen nach dem Abitur ein Studium beginnen. Jens Schmitz geht in seinem Kommentar im Tagesspiegel auf die gesellschaftliche und wirtschaftliche Relevanz der Universitäten und HAWen und deren bedrohliche finanzielle Situation bei gestiegenen Studierendenzahlen ein.

Parallel dazu klagen Wirtschaft und Forschungseinrichtungen sowie Verwaltungen über den steigenden Fachkräftemangel. Universitäten und Hochschulen sind Institutionen, an denen dem Fachkräftemangel entgegengewirkt wird. Und es sind die Institutionen, an denen die drängenden Fragen der Zukunft beantwortet werden können und müssen. Um für diese Aufgaben, zu denen auch der Wissenstransfer gehört, gerüstet zu sein, ist eine auskömmliche Finanzierung obligatorisch. Die Förderung der Universitäten und Hochschulen stellt eine Investition in die Zukunft Baden-Württembergs dar, gleichermaßen in Gesellschaft und Wirtschaft. Renate Geiger, Waldkirch