Friedrich Merz

Handschrift der Partei soll wieder zu erkennen sein

Norbert Walter

Von Norbert Walter (Freiburg)

Sa, 30. November 2019

Leserbriefe

Zu: "Grottenschlecht oder nicht gut genug?", Beitrag von Stefan Hupka und Roland Muschel (Politik, 16. November)

Die Aussagen von Friedrich Merz machen mir Mut. Vielleicht ist die CDU doch in der Lage, einen Kurs einzuschlagen, auf dem man wieder die Handschrift dieser Partei erkennen kann. Aber dazu braucht es grundsätzliche Entscheidungen. Viele Themen greift Merz auf, die ich genauso sehe. Besonders sein Hinweis ,,Es gibt keinen Dieselskandal, nur einen Betrugsskandal" trifft den Nagel auf den Kopf.

Ich habe die Befürchtung, dass unter dem Deckmantel Klimaschutz alle anderen Sachthemen vernachlässigt werden. Eine ganz besondere Problematik, die ich für die nächsten Jahre sehe, ist der Erhalt und Ausbau des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Um uns da zu behaupten gegenüber China und den USA braucht es besondere Anstrengungen. Und da sehe ich Friedrich Merz als fähigen Wirtschaftsfachmann, der zur rechten Zeit und auf der richtigen Position seinen Platz finden sollte. Warum nicht als Kanzler der Bundesrepublik Deutschland?

Ich will trotz Sympathie für Friedrich Merz nicht die Leistung von Angela Merkel herabwürdigen. Allerdings hat ihr jahrelanger Einsatz für die Partei Spuren hinterlassen. Daher sollte sie neue Personen akzeptieren, die den alten Schwung und die Ideen, die die CDU auszeichneten, verwirklichen.Norbert Walter, Freiburg