Wintersport

Man muss sich nicht als Wettergott profilieren

Dorothea Hiller

Von Dorothea Hiller (Freiburg)

Mi, 04. Dezember 2019

Leserbriefe

Zu: "Mehr Schneekanonen für den Feldberg", Pro von Holger Knöferl und Contra von Karl-Heinz Fesenmeier (Politik, 16. November)

Die Temperaturen unter Umständen zu warm für Schneefall, das Grundwasser zu knapp für Schneekanonen – das sollten Gründe genug sein für eine Abkehr von der Mehr-Schneekanonen-Idee. 2019 war der zweite Sommer in Folge, in dem vielerorts für zahlreiche Bauern das Thema Nummer eins der knappe Wasserstand der hofeigenen Quellen war. Es ist Augenwischerei, wenn als Pro-Argument ein Stausee die Grundwasserentnahme vermeiden soll. Wie soll sich dieser See denn befüllen, falls der Regen in den Folgesommern nicht reicht? Die Touristen kommen so oder so, genießen auch ohne Schnee die Ruhe der schönen Natur und die gute Luft. Man muss sich also nicht als Wettergott profilieren. Schneekanonen hin oder her: Der Klimawandel ist nicht mehr aufzuhalten. Dorothea Hiller, Freiburg