Weinbau steckt in schwierigen Zeiten

Mario Schöneberg

Von Mario Schöneberg

Sa, 30. Oktober 2010

Merdingen

Anbaufreigabe, Betriebsnachfolge, Billigkonkurrenz: Weinbauvertreter finden bei Abgeordnetenbesuch offene Worte.

MERDINGEN. Wie sieht die Zukunft des Weinbaus am Tuniberg aus, gibt es ein Betriebesterben und was passiert, wenn in der EU der Anbaustopp fällt? Diese Fragen beschäftigten die grüne Bundestagsabgeordnete Kerstin Andreae bei ihrem Besuch in Merdingen, bei dem sie mit Vertretern der Weinwirtschaft zusammentraf, darunter dem neuen Aufsichtsratsvorsitzenden des Badischen Winzerkeller, Merdingens Bürgermeister Eckart Escher.

"Der Weinbau spielt eine große Rolle für die Region Tuniberg, es gibt aber auch soziale Umbrüche und hausgemachte Probleme in der Weinwirtschaft" eröffnete Eckart Escher das Gespräch im Sitzungssaal des Merdinger Rathauses, Neben Escher war auch der Vorsitzende des Tuniberg Wein e.V., Karl-Heinrich Meier und Wilfried Dörr vom Vorstand des Badischen Winzerkellers anwesend.

Die Abgeordnete wollte wissen, wie der Einsatz von Saisonkräften ablaufe. Nicht wenige größere Betriebe vertrauten auf die polnischen Mitarbeiter, die sie seit Jahren kennen. "Ich selber habe keine, bei meinen 50 Ar Reben hilft noch die Familie mit", erläuterte Escher. "Wegen der Sozialversicherungspflicht in der EU waren viele der polnischen Erntehelfer für ein Jahr in England, sie sind dann aber wegen der besseren Bedingungen wieder an den Tuniberg gekommen", ergänzte Karl-Heinrich Meier. Ein Problem sei aber der lange Vorlauf ...

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