Das höchste deutsche Prädikat im Talkessel

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 12. Juli 2019

Motorsport

Beim MSC Alemannorum Schweighausen ist am Sonntag die deutsche Spitze am Start / Der 23. Jugend-Motocross wird am Samstag auf dem Pflingstberg ausgetragen .

MOTOCROSS (rof). Der ADAC-Ortsclub MSC Alemannorum Schweighausen erwartet am Wochenende ein Top-Fahrerfeld, sozusagen die Bundesliga im Motocross-Sport. Am Sonntag findet beim Motocross auf dem Pflingstberg ein deutscher Meisterschaftslauf statt. Erstmals nach 30 Jahren hat der Deutsche Motorsportverband dem Veranstalter im Schuttertal wieder das höchste deutsche Prädikat zuerkannt.

In der Klasse 1 werden zwei Wertungsläufe zur deutschen Meisterschaft in der großen, hubraumoffenen Klasse bis 650 Kubikzentimeter ausgetragen. Es ist das sechste Wertungsrennen zur Meisterschaft, die besten zehn haben ihre Nennung für den Pflingstberg abgegeben. Als klarer Favorit in dieser Klasse gilt Jens Gettemann auf einer Kawasaki. Er liegt in der Meisterschaftswertung derzeit mit deutlichem Abstand vorne und hatte auch 2018 schon auf dem Pflingstberg gewonnen. Ebenfalls auf Kawasaki startet Marco Müller aus Gengenbach. Er ist für den MSC Schweighausen als Lokalmatador am Start. Müller rechnet sich durchaus Chancen aus, trotz vieler Topfahrer unter den ersten zehn im Ziel zu sein.

In der Klasse 2 mit bis zu 500 ccm, als Wertungslauf zum Zwei-Takt-Cup zählend, werden sechs Clubfahrer vom MSC Schweighausen am Start sein. Klare Favoriten sind allerdings Nico Müller und Mike Hartmann vom ADAC Pfalz und allen voran der DM-Fahrer Moritz Schittenhelm auf einer GasGas.

Nicht wegzudenken in Schweighausen ist die eine nationale Klasse, hubraumoffen ausgeschrieben, von 125 bis 650 Kubik, in welcher Fahrer aus Baden-Württemberg, insbesondere aus Südbaden um Wertungspunkte für den BW-Pokal kämpfen werden.

Mit 47 Anmeldungen ist die maximale Starterzahl erreicht. Der MSC Schweighausen kann selbst zwei Fahrer ins Rennen schicken, das freut den Vorsitzenden Marco Zehnle besonders. Als leistungsstarke Lokalmatadoren werden Mike Kunzelmann aus Königschaffhausen und Joe-Louis Kaltenmaier aus Hohberg mit guten Chancen starten.

Zu den Streckenänderungen gegenüber den Vorjahren zeigt sich das Rennleiterteam mit Jürgen Geiger und Marco Zehnle euphorisch, sie versprechen Fahrern und Zuschauern spektakuläre Neuerungen: Der Startplatz wurde um vier Meter verbreitert und damit eine gleichmäßiger verlaufende Startgerade erreicht. Das ist also ein längerer Streckenabschnitt, der den Crossern willkommene Geschwindigkeit ermöglicht, gefolgt von einer langen und steilen Berg- und Talfahrt. Zwei Bergabsprünge (Step down) und ein Bergaufsprung (step up) sowie ein neuer Table (normaler Sprung) warten auf die Teilnehmer 2019. Die Strecke ist deutlich breiter geworden, wodurch mehr Überholmanöver möglich sind.

Am Sonntagvormittag wird ab 8.30 Uhr zunächst das freie Training und bis gegen 12 Uhr das abschließende Pflichttraining ausgetragen. Die Wertungsrennen starten ab 13 Uhr und enden gegen 18 Uhr, gefolgt von der Siegerehrung im Festzelt an der Rennstrecke unterhalb des Pflingstberghofes in Schuttertal-Schweighausen.

Zum weiteren Rahmenprogramm gehört am Samstag das 23. Jugend-Motocross. In fünf Klassen starten rund 100 Nachwuchsfahrer. Diese Rennen werden zur Landesmeisterschaft Baden-Württembergs gewertet. Samstagvormittag finden von 9 bis 12 Uhr ein freies Training und ab 13 Uhr insgesamt zehn Rennen der fünf Nachwuchsklassen statt.