Mercedes sagt "Danke Niki"

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Von dpa

Fr, 24. Mai 2019

Motorsport

Beim Klassiker im Formel-1-Zirkus, dem Grand Prix von Monaco, ist diesmal alles anders / Der Tod von Niki Lauda überschattet das sonstige Glamour-Rennen.

MONTE CARLO (dpa). Es wird ein anderer Formel-1-Klassiker. Der Große Preis von Monaco (Sonntag, 15.10 Uhr, RTL) ist immer noch, vor allem für Lewis Hamilton nach dem Tod von Niki Lauda, das Rennen, das man unbedingt gewinnen will. Der Brite hat am Mittwoch seine Trauer für sich verarbeitet, sagte alle Medientermine ab. Gestern stieg er in seinen Mercedes zum ersten Freien Training. Am Freitag ist traditionell Formel-1-frei in Monte Carlo.

Ist Mercedes auch in
Monte Carlo der Topfavorit?
Es gibt Strecken, auf denen die Silberpfeile eher als Sieggaranten gelten. Zumindest was die vergangenen beiden Jahre betrifft. 2017 siegte Sebastian Vettel im Ferrari, im vergangenen Jahr Daniel Ricciardo, als er noch für Red Bull unterwegs war. Davor allerdings war auch Monaco Mercedes-Land: 2013, 2014 und 2015 siegte Nico Rosberg, 2016 dann Hamilton. Klar ist aber auch, dass bei aller tiefer Trauer um Lauda der Tod des Teamoberaufsehers am Montag nur noch ein Grund mehr für die Silberpfeile und allen voran Hamilton ist, dieses 66. WM-Rennen in den engen Straßen an der Côte d’Azur zu gewinnen.
Haben Mercedes und die Formel 1 zum Tod von Niki Lauda Aktionen geplant?
Mercedes hat beide Wagen mit der Aufschrift "Danke Niki" versehen und dazu ist die Unterschrift des Österreichers aufgedruckt, der am Montag gestorben war. Zudem wird ein Stern auf der Motorabdeckung rot sein – in Anlehnung an Laudas berühmte rote Kappe. Weiteres ist in Planung, heißt es vom Team. Von der Formel 1 gibt es noch keine Infos.

Was sagt Sebastian Vettel zu seinen Siegchancen?
Der deutsche Ferrari-Pilot betont die eigenen Gesetze auf dem Stadtkurs. "Roulette" sei es. Der Ferrari – das betonte Vettel mehrfach – ist aber nicht schnell genug. Vettel braucht auch Glück, wenn die Kugel bei Rot halten soll. Dass er in Charles Leclerc einen Monegassen im Team hat, der sich innig wünscht, bei seinem Heimrennen den ersten Formel-1-Sieg seiner jungen Karriere zu feiern, macht es für Vettel auch nicht einfacher.

Was sagt Kimi Räikkönen zu

seiner 300. Grand-Prix-Teilnahme?
Was man von ihm erwartet: "Es macht keinen Unterschied zum vergangenen oder zum nächsten Rennen. Es ist nur eine Zahl." 40 Jahre wird der Finne im Oktober. 21 Siege feierte Räikkönen, 103 Mal stand er insgesamt auf dem Podest. Räikkönen startete seine Formel-1-Karriere 2001 beim Schweizer Sauber-Rennstall, zu dem er vor dieser Saison zurückkehrte. Dazwischen lagen Jahre bei McLaren, Ferrari, Renault und noch mal Ferrari sowie eine Rallye-Auszeit.

Noch immer ist Räikkönen der letzte Ferrari-Weltmeister (2007). Und bekannt für seine unnachahmliche Art. Auf der offiziellen Homepage der Formel 1 etwa heißt es gleich zu Beginn seines Porträts: "Er ist der weltberühmte Rennfahrer, der einfach nur in Ruhe gelassen werden will."