Polizei sucht Zeugen

Erneut hat ein Hund bei Müllheim ein Reh gehetzt und angefallen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 16. August 2019 um 15:54 Uhr

Müllheim

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen hat ein Hund im Britzinger Wald bei Müllheim ein Reh gehetzt. Dieses Mal musste das verletzte Wildtier von einem Jäger getötet werden.

Am 10. August ist in einem Waldstück beim Müllheimer Ortsteil Britzingen, Höhe "Teufelsweg", ein Rehbock von einem wildernden Hund angefallen worden. Das Tier wurde dabei so schwer verletzt, dass der von Spaziergängern herbeigerufene Jagdpächter das Tier von seinem Leid erlösen musste.

Der Verbiss an dem Rehbock zeigt, dass es sich bei dem Wilderer um einen großen Hund gehandelt haben muss. Bereits einige Wochen zuvor hatten Spaziergänger im Britzinger Eichwald einen Vorfall gemeldet, bei dem ein großer, unbeaufsichtigter Hund ein Reh gehetzt haben soll.

Gesucht wird ein großer, schneller Hund

Das Polizeirevier Müllheim (07631/17880) und der zuständige Jagdpächter (07631/9362957) bitten Spaziergänger und Anwohner um Mithilfe: Freilaufende, offensichtlich unbegleitete Hunde und Vorfälle in Bezug auf Wildtiere sollen unverzüglich gemeldet werden. Eine genaue Beschreibung des Hundes wäre sehr wichtig.

Es muss davon ausgegangen werden, dass es sich um einen großen, schnellen Hund aus dem Bereich Zunzingen, Dattingen oder Britzingen handelt. Möglicherweise ist der Hund aus der nahen Nachbarschaft allein unterwegs.

Stadt Müllheim: Hunde müssen zuverlässig gehorchen

Die Stadt Müllheim möchte in diesem Zusammenhang noch einmal auf die geltenden Vorschriften hinweisen: Auch wenn es außerhalb des Ortes keinen generellen Leinenzwang für Hunde gibt, dürfen diese nur dann freilaufen gelassen werden, wenn sie zuverlässig auf Zuruf reagieren und der Hundeführer das Tier auch ohne Leine sicher unter Kontrolle hat. Läuft ein Hund unbeaufsichtigt im Wald oder auf Feldern herum, stöbert er Wild auf, hetzt oder reißt er Tiere, so ist dies eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße bestraft wird. Im Wiederholungsfall kann es sogar eine Straftat sein.

Werden Wildtiere verletzt oder gar getötet, muss der Besitzer des Hundes dem zuständigen Jagdpächter Schadensersatz bezahlen. Außerdem kann der Jagdpächter eine Unterlassungsklage gegen den Hundebesitzer anstrengen. Darüber hinaus kann der Hund als gefährlicher Hund im Sinne der Landespolizeiverordnung eingestuft werden, woraus sich sowohl für den Hundehalter als auch für das Tier etliche Auflagen und Einschränkungen ergeben.