"Es gibt keine Bürger zweiter Klasse"

Gabriele Babeck-Reinsch

Von Gabriele Babeck-Reinsch

Sa, 11. Mai 2013

Müllheim

BZ-INTERVIEW mit Gerhard Kaiser, der seit zehn Jahren den Bahnplänen seine eigenen Überlegungen entgegensetzt.

MARKGRÄFLERLAND. Wenn am kommenden Montag die Müllheimer Bürgermeisterin und ihr Auggener Amtskollege nach Berlin zu Verkehrsstaatssekretär Michael Odenwald fahren, dann haben sie eine Alternativplanung zur Bahntrasse im Gepäck, an der Gerhard Kaiser als Berater des Bürger Bündnis Bahn Markgräflerland maßgeblich mitgewirkt hat. Gabriele Babeck-Reinsch sprach mit ihm darüber, wie auch das Markgräflerland zur Bürgertrasse kommen kann.

BZ: Herr Kaiser, sind Sie ein sehr mutiger MUT-Mann? Sie waren gleich bereit, das Bürger Bündnis Bahn zu unterstützen, während andere MUT-Leute nicht so schnell vergessen konnten, dass sich Müllheim jahrelang der Auseinandersetzung um eine menschen- und umweltverträgliche Bahntrasse versagt hatte.

Gerhard Kaiser: Mir ist einfach wichtig, für die nächsten 300 Jahre in Baden eine nachhaltige Lösung zu bekommen, und wenn dies andere auch wollen, bin ich sofort mit dabei und bringe gern meine elfjährige BI-Erfahrung ein. Es gibt keine Bürger zweiter Klasse, und für die neue Trassenplanung ist nicht mehr viel Zeit. So denken auch meine MUT-Kollegen im Vorstand. Ich hatte Hügelheim und die Anbindung der neuen Trasse an die alte schon immer in petto. Man darf bei einem solchen Jahrhundertprojekt nicht Kilometer für Kilometer denken, sondern muss das Gesamte als Komplettplanung sehen. Deshalb reden wir bei der IG Bohr von Baden 21. Gut ist, dass Müllheim und die Bürger erkannt haben, dass die ...

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