Altenpflege

Mitarbeiter des Müllheimer Elisabethenheims beklagen Überbelastung

Susanne Ehmann

Von Susanne Ehmann

Mo, 11. März 2019 um 12:29 Uhr

Müllheim

Beschäftigte in der Essensversorgung der Altenpflegeeinrichtung fordern vom Evangelischen Sozialwerk eine Verbesserung bis Ostern. Doch der Arbeitgeber weist die Vorwürfe zurück.

Es brodelt im Müllheimer Elisabethenheim: Beschäftigte in der Essensversorgung der Altenpflegeeinrichtung haben ihrem Arbeitgeber, dem Evangelischen Sozialwerk Müllheim, ein Ultimatum gestellt. Unterstützt werden sie dabei von Verdi Südbaden Schwarzwald. Die Beschäftigten kritisieren eine massive Überlastung und fordern Änderungen bis Ostern. Holger Karg, Vorstand des Evangelischen Sozialwerks, weist die Vorwürfe zurück. Zwar habe es veränderte Arbeitsabläufe und damit verbunden Anfangsschwierigkeiten gegeben; diese hätten sich jedoch bereits deutlich verbessert.

Das Elisabethenheim steht vor großen Umstrukturierungen. Die nicht mehr zeitgemäßen Gebäudestrukturen, bevorstehende Brandschutzauflagen und die Vorgaben der Landesheimbauverordnung, die unter anderem Einzelzimmer vorschreibt, machen Umbauarbeiten erforderlich. Als erste Konsequenz wurde daher zum Jahreswechsel die Zentralküche aufgelöst, die Essensversorgung in den Wohnbereich verlagert. Diese Umstrukturierung habe sich negativ auf die Beschäftigten in der Essensversorgung ausgewirkt, kritisiert Verdi in einer Mitteilung, und spricht von einem "rücksichtlosen Vorgehen" des Arbeitgebers. So seien zum Jahreswechsel 6,3 Vollzeitstellen im Bereich Speiseversorgung gekündigt worden, was zu einer massiven Überlastung der verbliebenen Mitarbeiter geführt habe. Die tägliche Einsatzzeit sei zudem von 80 Stunden auf durchschnittlich 42 Stunden ...

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