Sozial-Initiative wünscht öffentliche Nutzung

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 14. November 2019

Müllheim

Diskussion um Zukunft des Müllheimer Lindenhofs.

MÜLLHEIM (BZ/hub). In der Frage nach der Zukunft des Lindenhofs an der Müllheimer Werderstraße werden Stimmen laut, die eine zumindest teilweise öffentliche Nutzung des historischen Gebäudekomplexes fordern, das derzeit der Ersten Markgräfler Winzergenossenschaft Schliengen-Müllheim gehört und offenbar verkauft werden soll (BZ vom 8. November). In einem offenen Brief an Bürgermeisterin Astrid Siemes-Knoblich fordert die Initiative Soziale Stadt Müllheim, zumindest Teile des Lindenhofs für die Förderung des sozialen Lebens in Müllheim zu nutzen. Die Initiative hatte bereits im Frühjahr ein entsprechendes Anliegen geäußert, das sie nun öffentlich wiederholt. "Die zentrale Innenstadtlage, die ansprechenden Räumlichkeiten könnten für ein Begegnungszentrum mit Raum für Gruppen, Vereinen und Müllheimer Bürger genutzt werden", heißt es in dem von Adelheid Wilhelm-Sprondel für die Initiative Soziale Stadt Müllheim unterzeichneten Schreiben. "Es ist ein öffentliches Anliegen, und wir haben inzwischen die Unterstützung vieler Vereine und einzelner Bürger in Müllheim." Dafür sei aber "ein ideelles und finanzielles Mitengagement" der Stadt nötig, bürgerschaftliches Engagement, etwa in Form eines Vereins, könne das alleine nicht stemmen. Der derzeit diskutierte Nutzungsplan für den Lindenhof sehe "leider eine rein kommerzielle" Verwendung vor, meinen die Vertreter der Initiative Soziale Stadt und stellen in Frage, ob an dieser Stelle eine Ausweitung des gastronomischen Angebots nötig sei. Es wird darauf verwiesen, dass die Idee eines Begegnungszentrums schon in der von der Stadtverwaltung ins Leben gerufenen "Zukunftswerkstatt" 2014 als eines der wichtigsten Anliegen für Müllheim formuliert worden sei. "Bitte bringen Sie dieses Anliegen in Ihr Gespräch mit Kaufinteressenten ein, bevor endgültige Entscheidungen über den Lindenhof getroffen werden", appelliert die Initiative an die Bürgermeisterin. Man wolle nach der Amtsübergabe mit diesem Anliegen auch mit dem neuen Rathauschef Martin Löffler ins Gespräch kommen.