Ölspur in der Innenstadt

MÜNSTERECK: Mediterranes Flair

Uwe Mauch

Von Uwe Mauch

Mo, 14. Oktober 2019

Münstereck

Der Sand vor der "L’tur"-Filiale in der Nähe des Martinstors weckte am Sonntag Assoziationen, zumal da die Sonne vom azurblauen Himmel strahlte, die Temperaturen kletterten und die Menschen in strandtauglicher Kleidung flanierten. Allem mediterranen Flair und den angebotenen Flugreisen zum Trotz hatte die Sandspur einen unschönen Grund: eine Ölspur, hinterlassen ausgerechnet von jemandem, der eigentlich Dreck wegmacht. Denn auch sonntags sind die Kehrmaschinen der städtischen "Abfallwirtschaft und Stadtreinigung GmbH" unterwegs. Die Gehwegreinigungssatzung sieht vor, dass sie entlang der Schaufensterfronten für saubere Verhältnisse sorgt. Noch muss ASF-Chef Michael Broglin erst die Details klären, doch allem Anschein nach ist vor der "L’tur" ein Hydraulikschlauch geplatzt. Ein Malheur, das alle zwei, drei Jahre vorkommt. In diesem Fall setzte der Fahrer seinen Weg unter den Arkaden fort, vorbei am Fachgeschäft Schafferer bis zur Volksbank-Zweigstelle, um dann bis zum Treppenabgang vor dem Optikgeschäft Nosch zu kehren. Auf dem Weg zurück zur Kajo hätte die einzige Chance bestanden, die Ölspur zu entdecken. Stattdessen nahm er Kurs auf den Platz der Alten Synagoge, wo das Missgeschick bemerkt worden sein muss. Jedenfalls hat die ASF das ausgelaufene Öl selbst abgebunden. Und so hinterließen Tausende von Innenstadtbummlern auf der Sandspur ihre Schuhabdrücke.