Mit Dampf, Diesel und Strom

Manfred Lange

Von Manfred Lange

Sa, 07. September 2013

Münstertal

Vor dem Beginn des elektrischen Zeitalters: Ein Rückblick in die Eisenbahngeschichte im badischen und im elsässischen Münstertal.

SÜDLICHER BREISGAU/ELSASS. Ein neues Eisenbahnzeitalter bricht im Südlichen Breisgau an, wenn mit Beginn des neuen Schuljahres der Elektrozug "Talent" offiziell seinen Betrieb auf der Münstertalbahn aufnimmt. Genau 99 Jahre sind es her, dass Willibald Strohmeyer, Pfarrer in St. Trudpert von 1909 bis 1945, am 20. Juli 1914 in seinem penibel geführten Tagebuch vermerkte: "Gestern wurde endlich mit dem Bahnbau Staufen-Münstertal begonnen. Was lange währt, wird endlich gut."

Ganz so gut wie erhofft, lief es dann doch nicht, denn nur wenige Tage später schrieb Strohmeyer am 1. August ins Tagebuch: "Allgemeine Mobilmachung – Ausbruch des Krieges." Dieser war letztlich der entscheidende Grund, dass der Bau der knapp sechs Kilometer langen Bahnstrecke von Staufen ins Münstertal nicht so schnell wie geplant voranging und der erste Zug erst fast zwei Jahre später am 1. Mai 1916 im Bahnhof Untermünstertal einfuhr.

Das Eisenbahnzeitalter begann in unserer Region in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Im Jahr 1845 wurde Freiburg und 1847 Krozingen an die Eisenbahnhauptstrecke Mannheim, Karlsruhe, Freiburg, Müllheim angeschlossen. Die etwas abseits gelegenen Städtchen Staufen und Sulzburg mussten weitere 47 Jahre auf ihren Bahnanschluss warten. Noch 1890 hoffte Kirchhofen auf einen Anschluss an die Hauptbahnlinie, denn – so ist dem Staufener Wochenblatt vom 20. März 1890 zu entnehmen – es sei eine Bahnlinie Wolfenweiler – Kirchhofen – Staufen – Sulzburg ...

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