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Murg wirbt für Hausanschluss mit Glasfaser

Michael Gottstein

Von Michael Gottstein

Mi, 22. Mai 2019 um 13:45 Uhr

Murg

Mit günstigen, subventionierten Kosten will Murg möglichst viele Bürger zu einem Anschluss ans Glasfasernetz animieren. Die Gemeinde hat einen Förderantrag für Oberhof und Hänner gestellt.

Wie der Laufenburger Gemeinderat eine Woche zuvor für Hochsal und Rotzel hat nun das Murger Plenum für Oberhof und Hänner beschlossen, mit günstigen und subventionierten Kosten möglichst viele Bürger anzuregen, ihr Haus ans Glasfasernetz anzuschließen. Erledigt der Eigentümer den Tiefbau selbst, ist ein Hausanschluss für 250 Euro zu haben – eine Förderung durchs Land vorausgesetzt. Bürgermeister Adrian Schmidle erwartet die Zuschussbewilligung in den nächsten Wochen.

Der Förderantrag wurde nur für Oberhof und Hänner gestellt. Diese Ortsteile sind besonders schlecht mit Internet versorgt. "Wir haben nicht vor, in Murg und Niederhof Breitband zu verlegen, denn diese Ortsteile gelten als gut versorgt", sagte Schmidle auf Nachfrage von Otto Frommherz und empfahl, sich bei Problemen an die dort aktiven Versorger zu wenden. "Vielleicht werden die Murger und Niederhofer bald neidisch nach Oberhof und Hänner schauen."

Die Hausanschlüsse dürften frühestens in einem Jahr fertig sein, doch es wird bis ins erste oder zweite Quartal 2021 dauern, bis das Backbone-Netz des Kreises in Oberhof und Hänner angekommen sein wird. Nur wenn möglichst viele Bürger ihr Haus anschlössen und nicht etwa sagten: "Uns reicht das, was wir haben", seien Bau und Betrieb eines Ortsnetzes sinnvoll und wirtschaftlich. "Wir rechnen damit, die Gewinnschwelle erst in 20 bis 25 Jahren zu erreichen – private Firmen investieren unter diesen Umständen nicht", so Schmidle.

In Laufenburg, Murg und Albbruck, die eine interkommunale Zusammenarbeit vereinbart haben, gibt es in einem Zeitraum von vier bis sechs Wochen vor der Bauphase stark reduzierte Aktionspreise. Wenn der Eigentümer den Neuanschluss in Eigenleistung erbringt, bezahlt er 250 Euro, wenn der Anschluss durch ein von der Gemeinde beauftragtes Tiefbauunternehmen erfolgt, 950 Euro (zusätzlich 150 Euro pro Meter bei mehr als zehn Metern Entfernung zur Hauswand). Das Standardangebot während der Bauphase beläuft sich auf 750 Euro (mit Eigenleistung) beziehungsweise 1950 (Aufschlag von 150 Euro pro Meter). Bei einem Anschluss nach Ende der Bauphase muss der Eigentümer die tatsächlichen Kosten übernehmen, mindestens 3000 Euro.