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dpa/BZ

Von dpa & BZ-Redaktion

Di, 13. August 2019

Ausland

Der zweitschlimmste Ebola-Ausbruch

Das Ebola-Virus wurde 1976 in Zaire, der heutigen Demokratischen Republik Kongo, entdeckt. Der Name ist abgeleitet vom gleichnamigen Fluss Ebola. In den Dörfern entlang dieses Gewässers trat die Krankheit erstmals auf, von 318 erkrankten Menschen starben 280. Die bislang größte Ebola-Epidemie brach 2014 in mehreren westafrikanischen Ländern – vor allem in Sierra Leone, Liberia und Guinea – aus, die Weltgesundheitsorganisation WHO registrierte mehr als 28 000 Verdachtsfälle, 11 316 Menschen starben. Ganze Regionen wurden abgeriegelt, um die Epidemie einzudämmen. Als letzter Staat wurde Liberia im Juni 2016 ebolafrei erklärt.

Der Krankheitsverlauf ähnelt zunächst dem bei Gelbfieber, doch das Ebola-Virus löst zudem Blutungen aus. Die Krankheit wird vermutlich durch direkten Kontakt übertragen – und zwar von jedem Wirt, in dem sich das Virus eingenistet hat. Im Verdacht stehen vor allem Flughunde, eine Fledertierart. Infrage kommen auch verschiedene Wildtiere, die verzehrt werden. Von Mensch zu Mensch wird die Krankheit übertragen durch Blut, Körperflüssigkeit oder direkten Körperkontakt.

Im August 2018 hatte das Gesundheitsministerium des Kongo den jüngsten Ebola-Ausbruch der WHO gemeldet. Den Behörden im Kongo zufolge sind inzwischen mehr als 2600 Menschen erkrankt und knapp 1900 Menschen gestorben. Nach der Epidemie in Westafrika 2014/2015 ist dies der bislang schlimmste Ausbruch. Er ist besonders schwer in den Griff zu bekommen, da in der Region Milizen aktiv sind und Menschen immer wieder vor der Gewalt fliehen müssen. Zudem werden oftmals Ebola-Helfer angegriffen.