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AFP

Von AFP

Sa, 06. April 2019

Ausland

Die Franzosen sehen neue Frist skeptisch

Die neuen Vorschläge für einen weiteren Aufschub des Brexit sind bei Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron auf Skepsis gestoßen. Frankreich stufe den Vorschlag aus London als etwas verfrüht ein, berichtete die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf das Präsidialamt. Bis zum EU-Sondergipfel am Mittwoch müsse es einen glaubwürdigen Plan geben. Macron hatte sich zu Wochenbeginn kritisch zu einer weiteren Verschiebung des Brexit-Termins geäußert. Eine Verlängerung, die auch eine Teilnahme Großbritanniens an der Europawahl im Mai bedeuten würde, sei für Frankreich keinesfalls selbstverständlich.

Für Maas sind viele Fragen noch offen

Nach der Bitte der britischen Premierministerin Theresa May um eine weitere Verlängerung der Brexit-Frist erklärte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) vor dem G-7-Außenministertreffen in Frankreich: "Es gibt viele Fragen, die noch in London zu klären sind." Ähnlich äußerte sich der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte. Mays Brief beantworte nicht die Fragen der EU zu den weiteren Plänen der britischen Regierung, sagte Rutte in Den Haag. Der Brief werfe im Gegenteil sogar "viele Fragen" auf. Maas sagte zugleich, es sei Deutschland "außerordentlich wichtig, dass die Europawahlen ordnungsgemäß über die Bühne gehen". "Deshalb brauchen wir dort große Rechtssicherheit. Wir dürfen nicht die Legitimität der Europawahlen in irgendeiner Weise gefährden".