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dpa

Von dpa

Di, 02. Juni 2020

Ausland

Einladung für Putin? — Austritte befürchtet — Mehrheit dafür — Über kritischer Marke

G-7-TREFFEN

Einladung für Putin?

Nach der Absage von Kanzlerin Angela Merkel für ein Treffen im Juni will US-Präsident Donald Trump den G7-Gipfel in den USA verschieben und erweitern. Trump sprach von einer "sehr veralteten Gruppe" der sieben großen Industriestaaten. Er wolle Russland, Südkorea, Australien und Indien zu dem Treffen einladen, das vorzugsweise im September stattfinden solle. Ein deutscher Regierungssprecher sagte, man warte auf weitere Informationen. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen (CDU), sagte, diesem Vorschlag "für die Selbstabschaffung des Westens" sollten die anderen Staaten nicht folgen.

KIRCHE


Austritte befürchtet

Die katholische Kirche rechnet wegen der Corona-Krise mit einer Rekordzahl an Austritten. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, berichtete im Kölner Stadt-Anzeiger (Dienstag) von einem "erheblichen Anstieg" bereits im vergangenen Jahr. "Das wird sich durch den wirtschaftlichen Druck im Zuge der Corona-Krise mit Sicherheit noch verstärken."

MASKENPFLICHT

Mehrheit dafür

Ein Drittel der Deutschen will die Maskenpflicht in der Corona-Krise abschaffen oder zumindest lockern. Eine klare Mehrheit der Befragten sprach sich indes für die Maskenpflicht aus. So sagten 49 Prozent, die Vorgabe solle in der jetzigen Form beibehalten werden. 13 Prozent sind für eine Ausweitung. 19 Prozent der Teilnehmer einer repräsentativen Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts You-Gov plädierten für eine Abschaffung. Weitere 14 Prozent sind für eine Lockerung. Jeder zweite Deutsche würde sich demnach gegen das Coronavirus impfen lassen, wenn es einen Impfstoff gäbe. CORONA-NEUINFEKTIONEN

Über kritischer Marke

Im thüringischen Landkreis Sonneberg wurden innerhalb der letzten sieben Tage rund 58 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner bekannt, wie das Landratsamt mitteilte. Damit liegt der Landkreis als einziger über der von Bundesregierung und Ländern vereinbarten kritischen Marke von 50. Zuletzt war dort ein Ausbruch in einem Pflegeheim mit hochbetagten Bewohnern bekanntgeworden. Eine kritische Entwicklung gibt es auch in Göttingen. Dort und in anderen Orten befinden sich mehr als 300 Menschen in Quarantäne, darunter viele Kinder und Jugendliche. Wie die Stadt mitteilte, wurden bisher 36 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet, einer davon ist schwer erkrankt. Die Betroffenen sind demnach zum größten Teil Mitglieder verschiedener Großfamilien, Zentren des Ausbruchs dürften eine Shisha-Bar in Göttingen und mehrere größere private Familienfeiern gewesen sein.