Koreakonflikt

Wenn Kim Jong-un die Sonderwirtschaftszone opfert droht Krieg

Angela Köhler

Von Angela Köhler

Mi, 03. April 2013

Ausland

Einblicke aus Kaesong, der profitablen aber sozialistisch organisierten Sonderwirtschaftszone

Eigentlich ist es wie an einem normalen Arbeitstag. Business as usual, sollte man meinen. Auch am Dienstagmorgen hebt sich in Kaesong der Schlagbaum zwischen beiden Koreas, als ginge alles seinen normalen sozialistischen Gang. Bis 9 Uhr passieren mehr als 350 Südkoreaner an dieser Stelle die demilitarisierte Zone von Paju in Richtung Norden, zählt das südkoreanische Verteidigungsministerium. Das ist nicht einmal die Hälfte des Üblichen, aber für die angespannte Lage ziemlich viel. Die langen Autoschlangen überraschen, einige Pendler wollen sogar bis zum Wochenende bleiben. Die meisten passieren die Schleuse wohl mit einem flauen Gefühl und fragen sich, "ob wir am Abend so ohne Weiteres wieder zurückdürfen oder bei den Kommunisten als Geisel festhängen, wenn die mit ihrem Kriegsgetöse Ernst machen", wie ein Grenzgänger der südkoreanischen Agentur Yonhap eingesteht.

Die Sonderwirtschaftszone Kaesong liegt nur zehn Kilometer nördlich der derzeit ...

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