Orientierung auf europäisch

Daniela Weingärtner

Von Daniela Weingärtner

Fr, 12. Juli 2019

Ausland

BZ-Plus 60 Prozent der im Mai gewählten Europaabgeordneten sind Neulinge – und suchen noch ihren Weg im EU-Dschungel.

Das große Kennenlernen hat begonnen. In den ersten Wochen jeder neuen Legislaturperiode vibrieren die Gänge und Säle der Parlamentsgebäude in Straßburg und Brüssel vor neuer Energie und Tatendrang. Während die alten Hasen leicht genervt die Stirn runzeln über all die fragenden und ständig nach allem möglichen suchenden Frischlinge, finden die einfach alles aufregend: Das Sprachengewirr, belgisches Bier, elsässisches Choucroute, die ersten Interviews, die Hoffnung auf einen Sitz im Ausschuss der Wahl.

Mehr als 60 Prozent der Abgeordneten sind neu im Job – so viele wie noch nie. Das liegt an dem Schub für die Grünen, deutlich mehr Stimmen für populistische Parteien und an den Abgeordneten von Macrons Renaissance, die es vor fünf Jahren noch nicht gab. Bevor sich das alles zurechtrüttelt, die Individuen hinter Parteidisziplin, Resolutionen und den endlosen Trilogen zwischen Europäischem Parlament, dem Rat und der Kommission verschwinden, hat sich Daniela Weingärtner mit einigen von ihnen getroffen.

Der lässige Überflieger
Magid Magid wurde 1989 in Somalia geboren. Als er fünf war, floh seine Mutter mit ihm und fünf Geschwistern nach Großbritannien. Als 17-Jähriger reiste er auf eigene Faust nach Tansania und bestieg den Kilimandscharo. Er lief mehrere Marathons und studierte Meeresbiologie. Mit 28 wurde er Großbritanniens jüngster Bürgermeister, noch dazu der erste Grüne und der erste Somali auf einem solchen Posten. Nebenher fand er aber noch Zeit, bei einer Reality-Serie im Fernsehen mitzumachen. ...

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