Rächer der Abgehängten

Sandra Weiss

Von Sandra Weiss

Do, 14. Juni 2018

Ausland

BZ-Plus Die großen Probleme Mexikos ebnen einem Linkspopulisten den Weg zur Präsidentschaft.

Die Sonne brennt gnadenlos vom Himmel auf die Grünfläche im zentralmexikanischen Zacatelco, das sonst die Liegewiese eines Freibads ist. Ofelia Teloxa ist mit ihrer Tochter gekommen und hat auch ihre 80-jährige, im Rollstuhl sitzende Mutter mitgebracht. Die drei warten auf den führenden Bewerber um die Präsidentschaft Mexikos, Andrés Manuel López Obrador. "Er ist der Einzige, der zu uns kommt. Wir lieben ihn. Er ist aufrichtig, hat eine harte Hand und kennt die Sorgen des Volkes", begründet Teloxa ihre Vorliebe für ihn.

Als der rüstige 64-Jährige mit dem silbernen Haarschopf auftaucht, bricht Jubelgeschrei los, als träte ein Showstar auf die Bühne. Seit zwölf Jahren bereist "Amlo", wie er im Volksmund genannt wird, Mexiko, rühmt sich, schon in jeder Ecke gewesen zu sein. Für viele ist er der Erlöser. Und er enttäuscht sein Publikum auch in dem 40 000 Einwohner zählenden Städtchen Zacatelco nicht.

Der ehemalige Hauptstadtbürgermeister verspricht eine friedliche Revolution, sagt dem "korrupten Machtkartell", das das Land ausblute, ...

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