Roter Mohn gegen das Vergessen

Ulli Traub

Von Ulli Traub

Di, 11. November 2008

Ausland

Vor 90 Jahren ging der Erste Weltkrieg zu Ende – In Flandern, wo er am heftigsten wütete, prägt er bis heute die Landschaft und die Erinnerung der Menschen

Eine unspektakuläre Landschaft, friedlich, so scheint es: Felder und Wiesen, durchzogen von Flüsschen und Kanälen. Da und dort kleine Orte, Dörfer, durch die man fährt, ohne Besonderes zu erwarten. Fast ein wenig melancholisch stimmt diese Gegend, an der etwas Zurückgebliebenes haftet, so als hätte sie ihre Rolle verloren – oder noch nicht gefunden.

Hunderte verwitterte Granitsteine liegen in Reih und Glied auf einer grünen Wiese. Namen stehen auf den schmucklosen Vierecken. Sie sind kaum zu entziffern. Ein Friedhof.

Rund um die westbelgische Stadt Ypern bewegen sich die Besucher auf geschichtsträchtigem Boden. Entlang des Flusses IJzer wurde im Herbst 1914 der Vormarsch der deutschen Truppen gestoppt. Hier wurde vier lange Jahre Schlacht um Schlacht geschlagen, wurde erstmals Giftgas als Waffe eingesetzt, wurde der Zivilbevölkerung bis dahin unvorstellbares Leid zugefügt. Eine halbe Million Menschen ließ hier ihr Leben, darunter mehr als 200 000 Deutsche. 90 Jahre ist es am 11. November her, da fand der Erste Weltkrieg und der ...

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