Syrien

Spuren führen auch zu den Rebellen

Michael Wrase

Von Michael Wrase

Di, 12. Juni 2012

Ausland

Augenzeugen behaupten, die syrische Opposition sei für Massaker verantwortlich / Neutrale Untersuchung unwahrscheinlich.

LIMASSOL/DAMASKUS. Zeugen des Massakers in der syrischen Ortschaft Hula, bei dem 108 Zivilisten getötet wurden, haben der Darstellung widersprochen, dass regierungsnahe Milizen dafür verantwortlich sind. Übereinstimmend berichteten sie, dass es sich bei den Opfern "nahezu ausschließlich um Familien der alawitischen und schiitischen Minderheit in Hula handelt, dessen Bevölkerung zu mehr als 90 Prozent Sunniten" sind. Dies berichteten sie unabhängig voneinander Reportern deutscher, holländischer, russischer und libanesischer Medien.

Die syrische Opposition hatte behauptet, gefürchtete Schabiha-Milizen seien "mordend von Haus zu Haus zogen". Der Nahost-Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), Rainer Hermann, berichtete dagegen am vergangenen Wochenende aus Damaskus: "So wurden mehrere Dutzend Mitglieder einer Familie abgeschlachtet, die in den vergangenen Jahren vom sunnitischen zum schiitischen Islam übergetreten sind." Der seit über 20 Jahren im Nahen Osten arbeitende Reporter beruft sich auf syrische Oppositionelle aus der ...

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