Corona-Pandemie

Wichtige türkische Urlaubsregionen zählen nicht mehr als Risikogebiete

dpa/tst

Von dpa & Thomas Steiner

Mi, 05. August 2020

Ausland

Die Bundesregierung hat die bislang geltende Reisewarnung für die Türkei teilweise aufgehoben.

Das Auswärtige Amt teilte am Dienstag in seinen Reisehinweisen im Internet mit, dass die formelle Warnung vor touristischen Reisen in die Provinzen Antalya, Izmir, Aydin und Mugla entfällt. Die türkische Regierung hatte lange auf eine Aufhebung gedrängt.

Bei allen vier Provinzen handelt es sich um auch bei Deutschen sehr beliebte Urlaubsregionen an der Westküste. Bisher zählte die Türkei zu den etwa 160 Ländern außerhalb der Europäischen Union und des Schengen-Raums, für die die Reisewarnung eigentlich bis zum 31. August galt. Mit dem jetzigen Schritt macht die Bundesregierung erstmals eine Ausnahme.

Das bedeutet nicht, dass diese türkischen Provinzen von der Liste der Risikogebiete gestrichen werden. Eine Testpflicht für Rückkehrer von dort besteht in spezieller Form weiter. Das Auswärtige Amt schrieb, dass es die Reisewarnung "unter der Voraussetzung der strikten Einhaltung des von der türkischen Regierung verfügten umfassenden Tourismus- und Hygienekonzepts" aufgehoben habe. "Dieses beinhaltet unter anderem eine verpflichtende PCR-Testung für alle Reisenden in der Türkei innerhalb von 48 Stunden vor Rückreise nach Deutschland." Ein PCR-Test ist ein Test auf eine aktive Corona-Infektion. Die Kosten von umgerechnet 15 Euro für den Test in einem Labor beziehungsweise 30 Euro am Flughafen müssten die Reisenden selbst tragen. Was auf Reisende noch abschreckend wirken dürfte: Positiv Getesteten wird die Einreise nach Deutschland verwehrt, sie müssen sich noch in der Türkei in Quarantäne beziehungsweise in ärztliche Behandlung begeben.