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Kolumbien

Wie geht es mit der Farc nach dem Bürgerkrieg weiter?

Nach mehr als 50 Jahren ist der Bürgerkrieg in Kolumbien vorbei. Die Farc-Kämpfer bereiten ihre Rückkehr ins zivile Leben vor. Doch wie es nun weitergeht, weiß niemand so genau.

  • Die Unterkünfte der früheren Farc-Kämpfer gruppieren sich um einen holprigen Bolzplatz. Foto: Lichterbeck/dpa

"Das", sagt Julián Suárez, "ist ein Friedenskind". Er zeigt in Richtung einer jungen Frau, die in der Waschbaracke ein Baby einseift und wäscht. Die Baracke wurde aus Holz und Kunststoffplanen zusammengezimmert und ist nach allen Seiten offen. Ein halbes Dutzend Männer und Frauen, einige in Unterwäsche, schöpfen Wasser aus Bottichen und gießen es über sich, andere schrubben Kleidung. Sie alle sind ehemalige Guerillakämpfer der Farc, der Bewaffneten Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens. "Das Baby dieser Compañera", erklärt Julián Suárez, "wurde hier im Camp geboren, nach der Unterzeichnung des Friedensvertrags mit der Regierung. Wir nennen solche Kinder niños de la paz, Friedenskinder."

Noch vor einem Jahr wäre diese Szene unmöglich gewesen. Den Farc-Frauen – ihr Anteil betrug 30 bis 40 Prozent – war es während des Kriegs gegen die Armee verboten, Kinder zu kriegen. Wurden sie schwanger, zwang man sie, abzutreiben oder ihre Kinder wegzugeben. Krieg und Kinder, das vertrug sich nicht.

Diese Zeiten sind vorbei. Die Farc haben ihre etwa 7000 Kämpfer in ...

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