Landesvorsitzende

AfD-Bundesschiedsgericht schließt Sayn-Wittgenstein aus Partei aus

afp

Von afp

Mi, 28. August 2019 um 12:45 Uhr

Deutschland

Die Landesvorsitzende der AfD in Schleswig-Holstein, Doris von Sayn-Wittgenstein, muss die Partei verlassen. Die 64-Jährige steht wegen mutmaßlicher Kontakten zu Rechtsextremen in der Kritik.

Das Bundesschiedsgericht der AfD hat am Mittwoch Doris von Sayn-Wittgenstein letztinstanzlich wegen parteischädigenden Verhaltens aus der AfD ausgeschlossen. Der Bundesvorstand der AfD hatte den Ausschluss der Landesvorsitzenden im Dezember 2018 beantragt. Sie ist damit nun nicht mehr AfD-Landesvorsitzende in Schleswig-Holstein, wie die Partei mitteilte. Die 64-Jährige steht wegen mutmaßlicher Kontakte zu Rechtsextremen in der Kritik.

Die zum rechtsnationalen "Flügel" der AfD zählende Sayn-Wittgenstein soll einen vom thüringischen Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften Vereins unterstützt haben. Sie wurde Ende Juni trotz des vom Bundesvorstand eingeleiteten Ausschlussverfahrens vom AfD-Landesverband Schleswig-Holstein als Vorsitzende wiedergewählt.

Auf einem AfD-Bundesparteitag im Dezember 2017 hatte das Lager um den AfD-Rechtsaußen und "Flügel"-Chef Björn Höcke überraschend die damals kaum bekannte Sayn-Wittgenstein ins Rennen um den Bundesvorsitz der AfD geschickt. Sie scheiterte nur ganz knapp.