Am Ballermann der deutschen Teilung

Katja Bauer

Von Katja Bauer

Sa, 11. August 2018

Deutschland

Der Checkpoint Charlie ist (k)ein Ort deutscher Geschichte.

Nichts stimmt am Checkpoint Charlie, aber wer in Berlin den Schauder des Kalten Krieges spüren will, der kommt hierher: An diesem Mittag drückt die Sonne die Hitze in die Häuserschlucht der Friedrichstraße, instinktiv ducken sich die Menschen, die alle paar Minuten aus dem U-Bahnhof emporsteigen. Traube um Traube quillt aus dem Schacht, blickt sich suchend nach "The Wall" um, die Smartphones schon in Stellung. Jeder, der herkommt, weiß: mehr Berlinklischee als hier ist nirgends.

Kein Ort steht so für den Bau der Berliner Mauer, für das Grenzregime und die West-Berliner Liebe zur schützenden Macht der Alliierten. 57 Jahre ist es her, dass die Weltmächte einander hier Stirn an Stirn gegenüberstanden zum gefährlichsten Kräftemessen des Kalten Krieges: Am 13. August 1961 fing die DDR an, die Mauer zu bauen, acht Wochen später fuhren hier am Grenzübergang mitten in der geteilten Stadt sowjetische und amerikanische Panzer auf. Nur wenige Meter trennten die Soldaten der beiden Supermächte voneinander.

In den Jahrzehnten der Teilung war der Checkpoint Charlie jener Grenzübergang, den ...

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