Caritas kritisiert Militärausgaben

Annemarie Rösch

Von Annemarie Rösch

Fr, 19. Juli 2019

Deutschland

BZ-Plus Präsident Peter Neher fordert die Bundesregierung auf, die Aufstockung des Rüstungsbudgets zu überdenken.

FREIBURG. Es klingt wie ein Weckruf an die Politiker: "Anstatt die Mittel für den Schutz und die Hilfe für Menschen in Not zu erhöhen, werden vielerorts die Ausgaben für das Militär deutlichgrößer", kritisiert der Präsident des Deutschen Caritasverbands Peter Neher bei der Vorstellung des Jahresberichts 2018 von Caritas international am Freitag in Freiburg. Dabei sei die Not in den vergangenen Jahren gestiegen. Er plädiert dafür, die Aufstockung der Militärbudgets zu überdenken – auch in Deutschland.

Laut UNO liegt die Zahl der Menschen in Not aktuell bei 132 Millionen, 2010 waren es 52 Millionen. "Bei diesem enormen Zuwachs an Betroffenen kann es nicht verwundern, dass die Hilfe für unzählige der weltweiten Krisen nach wie vor unterfinanziert ist." So fehlten der UNO im Jahr 2018 elf Milliarden US-Dollar, wie Neher darlegt. Caritas international selbst kann sich allerdings nicht über mangelnde Spendenbereitschaft beklagen. Mit 26,4 Millionen Euro lag die Summe, die etwa 100 000 private ...

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