HINTERGRUND

dpa

Von dpa

Do, 18. Juli 2019

Deutschland

Herausforderungen bei der Bundeswehr

Mit dem Dienstantritt als Verteidigungsministerin übernimmt Annegret Kramp-Karrenbauer einige Baustellen von ihrer Vorgängerin Ursula von der Leyen. Nachdem die Bundeswehr unter früheren Ressortchefs mit immer weniger Geld auskommen musste, hat von der Leyen "Trendwenden" eingeläutet. Es gibt Bewegung, aber die Probleme sind nicht gelöst.

Militärexperten nennen folgende drei Punkten als die wichtigsten:

» Die Modernisierung und Instandhaltung von Waffensystemen und Material mit der Neuordnung des lähmenden Beschaffungswesens.

Die Personalgewinnung angesichts zunehmender Konkurrenz um Fachkräfte.

Die Digitalisierung der Armee. Dazu gehören die Vernetzung von Waffensystemen, die Cyberarmee sowie der technisch und moralisch herausfordernde Einsatz von Systemen Künstlicher Intelligenz.

Politiker aus Opposition aber auch den Regierungsparteien sagen zudem, dass das beschädigte Vertrauen der Truppe in die politische Führung des Ministeriums wieder gestärkt werden müsse. Und natürlich die Finanzierung der Modernisierung. Deutschland hat sich wie die anderen Nato-Verbündeten verpflichtet, dass die Verteidigungsausgaben sich bis 2024 in Richtung zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts bewegen sollen. Für 2020 sind allerdings nur 1,37 Prozent anvisiert, laut Finanzplan soll die Quote bis 2023 sogar auf 1,25 Prozent sinken. Das birgt Konfliktstoff mit den USA. Eigentlich hatte Deutschland für 2024 ein Ziel von 1,5 Prozent ausgegeben.