Lindner darf nicht an Uni Hamburg reden

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Von dpa

Mi, 23. Oktober 2019

Deutschland

Hochschule lässt keine Veranstaltungen mit Politikern zu / FDP-Chef kritisiert Wissenschaftssenatorin.

BERLIN/HAMBURG (dpa). Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat sich empört darüber gezeigt, dass er nicht bei einer Veranstaltung in der Universität Hamburg reden darf. Das habe ihm deren Präsident ohne Begründung mitgeteilt, berichtete Lindner. Er beschwerte sich daraufhin schriftlich bei Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne).

Er halte es für "höchst bedenklich", dass die Uni Debatten ihrer Studentinnen und Studenten mit Politikern wie ihm ablehne, heißt es in dem Brief. "Ich fordere Sie daher auf, mit der universitären Selbstverwaltung das Gespräch zu suchen und dafür Sorge zu tragen, dass auch die Universität Hamburg wieder zum Ort des lebendigen politischen Meinungsaustauschs werden kann."

Laut Lindner ging es um eine Diskussionsveranstaltung der Liberalen Hochschulgruppe im November. Er habe in den vergangenen Jahren an Dutzenden Veranstaltungen dieser Art an Hochschulen in Deutschland teilgenommen.

In der vergangenen Woche hatten an der Universität Hamburg lautstarke Proteste die erste große Vorlesung des AfD-Mitbegründers Bernd Lucke seit dessen Rückkehr in den Lehrbetrieb verhindert. Am Tag darauf gab er ein Seminar vor etwa 30 Studenten.

Lindner warf Fegebank am Dienstag vor, sie habe sich schon im Fall Lucke nicht zu einer klaren Positionierung bewegen lassen. Sie müsse jetzt einmal ihre Meinung klarstellen. "Es verdichtet sich der Eindruck, dass Frau Fegebank nur die Meinungen toleriert, die ihrer eigenen entsprechen", sagte Lindner in Berlin. "Die Hochschule ist aber offen für den demokratischen Austausch mit Allen."