Gesundheitsministerium

Jens Spahn hat sich im ersten Amtsjahr als notorischer Unruhestifter bewährt

Norbert Wallet

Von Norbert Wallet

Di, 22. Januar 2019 um 10:15 Uhr

Deutschland

BZ-Plus Der CDU-Minister Jens Spahn hat im Gesundheitswesen viele Reformen zugleich angestoßen. Manche bewundern ihn, andere fühlen sich von ihm überrumpelt.

Konflikte vermeiden, Ärger eindämmen, den Frieden wahren. Dass Ruhe ihre erste Pflicht ist, bekommen Bundesgesundheitsminister schon mit Aushändigung der Berufungsurkunde wieder und wieder mit auf den Weg gegeben. Zu groß ist die Gefahr, im Haifischbecken des Gesundheitswesens zum Futter der Raubtiere zu werden, zu hoch das Risiko, dass Regierungen in Bedrängnis kommen, wenn auf dem Minenfeld zwischen Ärzte-Interessen und Patientenbedürfnissen wieder eine Sprengfalle hochgeht. Zu heikel sind auch die Themen. Immer geht es um Fragen, die den Bürgern noch näher gehen als Steuertarife oder Abgasnormen.

"Mit Gesundheitspolitik gewinnst du keine Wahlen, aber du kannst sie damit verlieren." Horst Seehofer wird der Satz zugeschrieben. Auch er ist einer, der sich in diesem Ministerium aufgerieben hat. Daniel Bahr (FDP), Philipp Rösler (FDP), Hermann Gröhe (CDU) – spätestens mit diesen drei Amtsinhabern hatte sich ein eher defensiver Regierungsstil etabliert, der das Seehofer-Diktum sehr ernst nahm. Doch mit der Ruhe ist es vorerst vorbei. Denn nun steht mit Jens Spahn (CDU) ein Mann an der Spitze des Hauses, der sich in seinem ersten Amtsjahr als notorischer Unruhestifter bewährt hat.

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